Ägypten Reisebericht

Ägypten Hurghada

→ Reiseziel: Hurghada in Ägypten am Roten Meer 

→ Reisezeitraum: 08.01. – 13.01.2016 

→ Reiseart: Pauschalreise 

→ Hotel: Magic Beach 

→ Fluggesellschaft: Tuifly & Germania 

Meine Ägypten Urlaub Erfahrungen


Morgen ist es endlich wieder so weit: Die Koffer sind gepackt, der Pass entstaubt und der Flug gebucht- Es geht wieder auf Reisen! Nach einer halbjährigen Reiseabstinenz wurde das auch mal wieder höchste Zeit. Ägypten Hurghada Unsere Reisevorbereitungen fielen dieses mal relativ kurz aus, denn gebucht haben wir erst vor knapp einer Woche. Das wir vor unserem Umzug in die neue Wohnung noch einmal in die Ferne wollen, stand bereits fest, das Reiseziel aber noch nicht. So kam uns ein Deal von Urlaubsguru genau recht: 6 Tage Hurghada mit All-Inklusive Verpflegung für einen sehr sehr günstigen Preis. Super, kann man mal machen! Zugegeben: Wir sind nicht gerade Fans von Pauschalreisen, aber dem immer kälter werdenden Winter ein Schnippchen schlagen und für einen kleinen Preis nach Ägypten fliegen..Da konnten wir einfach nicht widerstehen.  Schon häufig haben wir über Ägypten als Urlaubsland nachgedacht, richtig wohl haben wir uns allerdings bei dem Gedanken nicht gefühlt. Doch mein Wunsch, die ehemalige Hochkultur der Ägypter etwas kennen zu lernen und die Pyramiden oder das Tal der Könige zu sehen geht nun doch schneller in Erfüllung als gedacht. Im Gepäck habe ich dieses mal auch meine neue Qumox Actioncam, die ich beim Schnorcheln und Entdecken auf Herz und Nieren testen werde. Denn für tolle Riffe und eine reiche Artenvielfalt ist das Rote Meer gerade zu berühmt! Ich bin gespannt, was uns zwischen den kulturellen Schätzen, der bunten Unterwasserwelt und dem All-In Buffet noch erwartet 😉

Freitag, 08.01.: An- & Einreise Hurghada

Der Tag begann für uns relativ früh, denn unser Flug ging um 11 Uhr von Düsseldorf nach Ägypten. Nach dem Check In, der Dank der im zuhause ausgedruckten Bordkarten sehr zügig verlief, trafen wir noch auf eine Reisegruppe mit Deutschrussen, die ebenfalls nach Hurghada fliegen uns direkt einen Wodka anboten. Den konnten wir natürlich schlecht ablehnen, und so stießen wir zusammen auf den kommenden Urlaub an. Der Wodka auf leeren Magen zeigte sofort Wirkung und ließ uns gut gelaunt auf den Flieger warten 😉 .

Nach einem 4 1/2 stündigen Flug mit Tuifly landeten wir um 17 Uhr Ortszeit (+1 Stunde Zeitverschiebung) auf dem neuen Flughafen von Hurghada. Bereits im Vorfeld haben wir uns informiert und wussten, wo wir unser Visum am besten erwerben können. Pauschalreisende müssen nämlich aufpassen, denn die Reiseleiter möchten die Reisenden direkt zu den eigenen Schaltern des jeweiligen Veranstalters lotsen, wo dann das Visum überteuert erworben werden soll. Wir wählten also den offiziellen Schalter der Bank of Egypt auf der rechten Seite, wo wir unser Visum für 24€ statt für 32€ ausgestellt bekamen. Dafür zeigten wir einfach unsere, bereits im Flugzeug ausgefüllten, Einreisekarten und Reisepässe am Schalter vor. Neben der Ersparnis von 8€ pro Person (was für ägyptische Verhältnisse sehr viel Geld ist), ging die Visavergabe an dem offiziellen Schalter auch schneller, da hier nur wenige Reisende anstanden. Ich habe nochmal alle Infos für die Einreise in Ägypten in einem eigenen Artikel für euch zusammengefasst.

Mit dem Visum im Reisepass ging es zur Sammelstelle, an der unserer Bus auf uns wartete. Den Reiseleitern blieb es nicht unentdeckt, dass wir unser Visum nicht über den Veranstalter besorgt hatten, sodass wir noch unterschreiben mussten, dass wir uns dieses selbst besorgt haben. Wir ließen uns von diesem Gebaren nicht irritieren, auch wenn wir damit bei den Reiseleitern wohl ein bisschen unten durch waren .

Nach einer 15 minütigen Fahrt erreichten wir schließlich unser Hotel Magic Beach. Dieses liegt etwas außerhalb von Hurghada in einem Neubaugebiet. Umgeben ist es von anderen (geschlossenen) Hotels, Privatwohnungen und einigen Bauruinen. Der Check in verlief schnell und ohne Probleme und schon 15 Minuten später saßen wir mit einem kühlen Pharao- Bier im Außenbereich des Hotels. Das Hotel ist nicht der Oberbrüller, aber für den niedrigen Preis, den wir hier zahlten vollkommen okay. Alle Angestellte sprechen englisch, viele sogar deutsch, die Verständigung ist hier also absolut kein Problem. Nach dem Abendessen, das besser war, als viele Kritiken bei Tripadvisor erahnen lassen, erreichte uns die Nachricht, dass etwas in Hurghada passiert sei. Ein Hotel, das Bella Vista, sei von „Terroristen“ überfallen worden sein (so berichtete es uns jedenfalls eine andere Urlauberin). Wir schalteten die Nachrichten ein und durchsuchten das Internet nach derartigen Meldungen. Tatsächlich gab es einen solchen Vorfall, dieser sei aber schnell durch die Sicherheitskräfte des Hotels unterbunden worden. Nachdem wir uns bei Freunden & Verwandten meldeten (denn die wollten natürlich direkt wissen, ob wir irgendwie betroffen waren), beschlossen wir erstmal den nächsten Tag abzuwarten und uns dann in Hurghada umzuhören. Immer wieder hörten wir von Urlaubern, die vorzeitig abreisen wollten.

Samstag,09.01.: Der erste Urlaubstag in Hurghada

Trotz des gestrigen Vorfalls wollten wir uns unsere Urlaubsstimmung nicht nehmen lassen. So erkundeten wir nach einem kleinen Frühstück mit frischen Pancakes und anderen süßen Speisen erstmal die nähere Umgebung unseres Hotels. Überall, teils leerstehende, Hotels und Bauruinen, die das Gesamtbild ganz schön herunterziehen. Das kann zum einen natürlichen daran liegen, dass wir Urlaub in der Nebensaison machen, zum anderen mussten hier bereits viele Hotels schließen, da Touristen immer öfter fern bleiben. Andere Hotels eröffneten erst gar nicht und stehen nun als Rohbauten am Wegesrand.

Ägypten Hurghada
Ein häufiges Bild: Bauruine am Roten Meer

Also taten wir es den anderen Urlaubern gleich und legten uns an den Strand unseres Hotels um die Sonne und das seichte plätschern des Roten Meeres zu genießen. An der Aussage, dass Urlaub in Hurghada wie leben in einem goldenen Käfig sei, ist schon vieles dran. Doch eines kann man hier wirklich sehr gut: Sonne tanken und einfach entspannen. Am Nachmittag gingen wir schließlich nochmal los in Richtung Oldtown. Der Weg führte uns wieder an verwahrlosten Hotelruinen und einem geschlossenen Vergnügungspark, Happyland, vorbei. Irgendwie leicht gruselig.

Ägypten Hurghada
Happy wurde im geschlossenen „Happyland“ wohl schon lange keiner mehr. (zum Vergrößern klicken)

In der Stadt angekommen, wird man sofort von allen Seiten angesprochen und in die zahlreichen Basare und Agenturen gelockt. Wir widerstanden allen Versuchen und machten uns auf den Weg in Richtung einer der großen Moscheen Hurghadas. Diese ist im Gegensatz zum Rest Oldtowns sehr ansehnlich und einen Besuch wert. Am Abend wurde in unserem Hotel eine Kobrashow angeboten, die wir mit genügend Abstand beobachteten (wir sind beide keine Schlangenliebhaber). Auch wenn wir keine großen Fans von Animationsprogrammen in Hotels sind, muss man doch anerkennen, dass sich die Mitarbeiter stets gut um die Gäste und deren Entertainment kümmern. Selbst in der Nebensaison, wo viele Zimmer leerstehen, bekommt man hier noch ein passables Programm geboten. Nach der Show gingen wir noch mit einigen Animateuren in eine nahe gelegene Bar, die relativ gut gefüllt, eine willkommene Abwechslung zu dem Programm im Hotel war.

Sonntag, 10.01.: New Marina & Aldahaar Moschee Hurghada

Heute ließen wir es aufgrund des gestrigen Abends etwas ruhiger angehen. Nach ein paar faulen Stunden in der Sonne beschlossen wir ein Taxi zu nehmen und zum New Marina, dem Yachthafen von Hurghada zu fahren. Diese neu angelegte Flaniermeile wurde von mehreren Urlaubern gelobt, sodass wir uns selber ein Bild machen wollten. Nach einer 15 minütigen Fahrt, die uns durch Oldtown, vorbei an zahlreichen Märkten und öffentlichen Plätzen führte, waren wir angekommen. Der Kontrast zwischen den Stadtteilen war so krass, dass wir dachten eine neue Welt betreten zu haben, nachdem wir die Sicherheitskontrollen (Ja, mann muss tatsächlich eine Kontrolle über sich ergehen lassen, um den Hafen betreten zu dürfen) passiert haben. Während Oldtown trubelig und zugegeben recht schmutzig wirkt, ist am Yachthafen alles neu und sauber. Hier ankern nicht nur große Boote und Yachten, sondern es reiht sich auch ein Restaurant an das Andere.
Wir spazierten vorerst an den zahlreichen Läden vorbei um uns einen Überblick zu verschaffen. Andere Touristen sahen wir an diesem Tag nur selten. Umso mehr bemühten sich die Verkäufer und Barbesitzer darum uns in die Lokalitäten zu locken. Zweimal wurden wir in Souvenirgeschäfte gelöst. Man kann sich der Beharrlichkeit der Verkäufer wohl nur entziehen, wenn man diese gänzlich ignoriert. Hat man doch ein Souvenir entdeckt, welches man sein Eigen nennen möchte so sollte man knallhart handeln. Etwas, was keiner von uns beiden so richtig gut kann. Ruft der Verkäufer einen Preis auf, so sollte man wissen, dass dieser mindestens dreimal höher ist, als der eigentliche Wert des Objekts der Begierde. Mindestens!! Am Ende gingen wir mit zwei Sonnenbrillen (die wir uns zulegen mussten,da wir unsere in Bochum vergessen haben – argh) und zwei für Ägypten typische Souvenirs ins Hotel zurück. Der Verkäufer lacht sich bestimmt jetzt noch über unsere kläglichen Händlergeschicke kaputt… Sehr ansehnlich ist neben dem Yachthafen übrigens auch die große Aldahaar Moschee, die in unmittelbarer Nähe steht. Ägypten Hurghada

Morgen beginnt der Tag sehr früh für uns, denn es geht in das 400 Kilometer entfernte Luxor. Ein Ausflug auf den wir uns schon sehr freuen. Für den Ausflug werden wir morgen bereits um halb 5 in unserem Hotel abgeholt. Deshalb verbringen wir den heutigen Abend mit Cocktails und einer Zaubershow in unserem Hotel.

Montag, 11.01.: Ausflug nach Luxor

Als der Wecker heute morgen um kurz vor 4 Uhr klingelte, verfluchten wir uns schon ein bisschen, den wir wussten, dass vor uns eine Fahrt liegt, die fast mit der Strecke Bochum- Berlin und wieder zurück vergleichbar ist. Die Fahrt erfolgt in einem kleinen Reisebus auf den teilweise sehr unebenen ägyptischen Straßen, einfach die Augen zu machen und etwas Schlaf nachholen, war also nicht wirklich möglich. Und doch freute ich mich bereits morgens endlich etwas vom authentischen Ägypten zu sehen.

Jetzt folgt eine Zusammenfassung des heutigen Tages (der zu den anstrengendsten Reisetagen, die ich jemals gemacht habe zählt) :
Nachdem wir knapp eine Stunde lang durch die steinige Arabische Wüste gefahren sind, ging hinter dessen Hügeln so langsam die Sonne auf. Ein wirklich toller Anblick. Unser Reiseleiter versorgte uns und die anderen 6 Teilnehmer mit ersten Informationen zu den kommenden Stationen. Nach insgesamt 3 Stunden zügiger Fahrt durch die karge Wüstenlandschaft kamen wir schließlich zum Nildelta. Schlagartig änderte sich auch das Straßenbild: grüne Felder statt grauer Wüste, Palmen, statt großer Gesteinsbrocken. Ein willkommener Anblick. Nach einer weiteren Stunde Fahrt durch die Stadt, in der buntes Treiben herrscht, sodass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll, erreichten wir unser erstes Ziel, den Karnak Tempel in Luxor. Insgesamt hatten wir über eine Stunde Zeit um uns den Tempel mit den gut erhaltenen und mit Hieroglyphen verzierte Säulen und Obelisken anzusehen.
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Wir liefen durch die eindrucksvolle Tempelanlage und schossen jede Menge Fotos, auf jeder Säule und jeder Statue waren andere Details, die so gut erhalten sind, dass man kaum glauben kann, wie alt diese eigentlich sind.Ägypten Hurghada
Nach dem Rundgang zum Karnak Tempel ging es schließlich erst zum Mittagessen und dann weiter ins Tal der Könige, in dem in den letzten Jahrzehnten mehrere Grabanlagen gefunden und restauriert worden sind. Unter anderem befindet sich hier auch das Grab des berühmten Pharaos Tutanchamun, das der Nofretete wird momentan ebenfalls im Tal der Könige vermutet. Der Anblick des Tals war wirklich gigantisch, da die Eingänge zu den Gräben direkt in die Berge geschlagen worden sind. Unser Ticket bemächtigte uns zum Betreten von insgesamt drei Gräbern, die wir innerhalb einer Stunde besichtigen konnten. Der Reiseleiter empfahl uns die drei spektakulärsten, zu dem unter anderem das Grab von Ramses VI gehört, welches aufgrund seiner gut erhaltenen Wandbemalungen aussieht, als sei es erst vor kurzer Zeit verziert worden. Im Tal ist das Fotografieren verboten, manchmal wird man von den Wächtern aufgefordert einen Geldbetrag zu bezahlen, um ein Foto schießen zu dürfen. Dies ist allerdings nicht nur illegal sondern schadet auch den Gräbern und Wandmalereien.
Vom Tal der Könige ging es schließlich zu einer weiteren Station: dem Totentempel der Hatschepsut. Hatschepsut war die erste weibliche Herrscherin Ägyptens und ihr Tempel ist wirklich gigantisch. Mitten in der Wüste, zwischen hohen Felsen steht der Tempel mit seinen drei Terrassen, die man besteigen kann. Hatschepsuts Nachfolger zerstörten vieles von diesem Tempel, so zum Beispiel alle Bildnisse der ersten ägyptischen Pharaonin. Bis heute werden Teile des Tempels restauriert und wiederhergestellt. An solchen Maßnahmen sind zumeist ausländische Teams beteiligt, finanziert werden diese größtenteils von der UNESCO.

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Nachdem wir mit den Besichtigungen fertig waren, wartete noch die 4-stündige Rückfahrt auf uns, die uns erst um 21 Uhr zurück ins Hotel führen sollte. Hilfe! Wir waren aber mittlerweile so müde, dass wir trotz der ruckeligen Fahrt die meiste Zeit über schliefen und dösten. Wieder in der Wüste angekommen bewunderte ich noch den atemberaubendem Anblick des Sternenhimmels, der hier tausendmal schöner und intensiver ist, da kein einziges Licht in der Umgebung das Licht der Sterne stört.
Bald kommt der detaillierte Bericht über diesen Ausflug, damit ihr wisst, was euch erwartet, wenn ihr auch einen Ausflug nach Luxor machen wollt. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Dienstag, 12.01.: Schnorchelausflug zur Insel Giftun

Ägypten Hurghada

Während Ulf sich heute lieber von dem anstrengenden Ausflug nach Luxor erholen wollte, habe ich im Internet über den Anbieter Book-Tour-Egypt einen Ausflug zur Insel Giftun gebucht. Auf dem Ausflug, der um 8 Uhr morgens losgeht und insgesamt 7 Stunden dauert, wird nicht nur die Insel Giftun vor der ägyptischen Küste angesteuert, sondern auch zwei weitere Schnorchel Hot- Spots. Ausflüge wie diese sind besonders in der Nebensaison sehr günstig, sodass ich nur Ägypten Hurghada15€ für den Tag bezahlen musste. Getränke, Essen und die Schnorchelausrüstung waren im Preis inbegriffen. Ich habe schon viel Gutes über die Unterwasserwelt des Roten Meeres gehört und freute mich schon darauf etwas davon zu sehen. Nach einer zweistündigen Fahrt, auf der ich mich an Bord sonnte und die gemütliche Fahrt genoss, erreichten wir das erste Riff. Das kristallklare Wasser, in türkis und blautönen lud nur so zum reinspringen ein. Also zögerte ich nicht lange, nahm meine Qumox Actioncam an mich und sprang ins Wasser. Was soll ich sagen? Der Anblick der sich mir unter der Wasseroberfläche bot war einfach toll! Bunte Fische und Korallen überall, riesige Seeigel und Muscheln, die sich in den Höhlen des Riffes versteckten. Das Highlight war schließlich eine riesige Muräne, die langsam aus ihrer Höhle kam, als würde sie uns begrüßen wollen. Zugegeben: ein bisschen Angst hatte ich ja schon vor dem Tier, den immerhin können die Muränen des Roten Meeres bis zu 3 Meter lang werden und haben spitze Zähne. Unser Guide beruhigte mich allerdings und führte mich langsam an die Muräne heran, sodass ich ein paar Fotos schießen konnte. Die Hülle der Qumox Actioncam hat bis jetzt gehalten, was sie verspricht: absolute Wasserdichtheit und gute Bedienbarkeit unter Wasser. Die Bilder der Cam können auch von der Qualität überzeugen, sodass ich das Preis- Leistungsverhältnis der GoPro Alternative als gut bewerten kann.

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Nach ungefähr 30 Minuten ging es zurück an Bord und direkt weiter zum nächsten Riff, welches wir nach bereits weiteren 30 Minuten erreichten. Hier bot sich ein noch noch faszinierenderes Bild, da das Wasser teilweise tiefer und das Riff insgesamt noch größer war. Gemeinsam mit unserem Guide und zwei Franzosen umrundete ich das Riff. Vorsichtig schwammen wir über die Korallen hinweg. Ein tolles Erlebnis. Ich fühlte mich bei unserem Guide gut aufgehoben, dieser tauchte regelmäßig auf, um zu schauen, ob es allen gut geht und ob jemand eine Pause braucht. Wenn das der Fall war schwamm er mit uns an eine flache, sandige Stelle, auf der wir uns hinstellen konnten. Außerdem hat dieser darauf geachtet, dass keiner die Korallen beschädigt, oder sich ein Stück herausbricht. So soll es sein! Trotz aller Ermahnungen hatten wir mehrere Gäste in unserer Gruppe, die sich auf die Korallen stellten. Unfassbar wie respektlos manche Menschen sein können. Die Riffe des Roten Meeres gelten als gefährdet, einige von ihnen wurden bereits für Touristen geschlossen.
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Nach einem kleinen Mittagessen an Bord ging es schließlich zur Inseln Giftun, auf der wir 1 1/2 Stunden zur freien Verfügung hatten. Die Insel besitzt einen kilometerlangen Wüstensandstrand, eine kleine Bar mit diversen Getränken und einem kleinen Riff direkt vor der Küste. Da mich die beiden Schnorchelgänge doch ziemlich ausgepowert haben, Ägypten Hurghadaentschied ich mich dafür einfach in der Sonne zu liegen und zu entspannen. Ich unterhielt mich mit den beiden Franzosen über Gott und die Welt und hatte eine wirklich schöne Zeit. Die einstündige Rückfahrt genoss ich schließlich mit frischem Obst und viel Sonne an Deck. Ich bin wirklich froh, dass ich diesen Ausflug noch gemacht habe, denn so habe ich das Ägypten gesehen, was die meisten Urlauber so toll finden. Und ich muss ihnen recht geben: Ägypten ist wahrlich ein Paradies für Unterwassersportler.

Mittwoch, 13.01.: Heimreise & unser Ägyptenfazit

Heute geht unser Flug mit Germania um 17 Uhr zurück nach Deutschland. Die späte Abflugzeit war perfekt, da wir so noch ein paar sonnige Stunden am Strand unserer Hotels genießen konnten. Wir haben schließlich schon gehört, dass die Temperaturen in Deutschland nun winterlich sein sollen, also tankten wir nochmal ordentlich Sonne. Um 14 Uhr wurden wir schließlich im Hotel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Das Flughafengebäude darf nur von Personal und Fluggästen betreten werden, mehrere Sicherheitskontrollen stellen sicher, dass niemand einfach das Gelände betreten kann. Dementsprechend leer war der moderne Flughafen dann auch. Wir schlugen die restliche Zeit in den zahlreichen Dutyfree Shops tot und bestiegen dann um 16 Uhr unsere Maschine in Richtung Heimat. Positiv überrascht waren wir von unserer Fluggesellschaft Germania, die nicht nur kostenlose Zeitschriften, sondern auch diverse Heiß- und Kaltgetränke, sowie ein warmes Essen austeilte. Ein Service, der leider bei den meisten Fluggesellschaften mittlerweile weggefallen ist. Im Gepäck haben wir tolle Erinnerungen und die Erkenntnis, dass man Ägypten wohl leider nur mit einem Guide oder innerhalb eines Ausfluges bereisen kann. Die Umgebung auf eigene Faust entdecken und zu den Sehenswürdigkeiten fahren ist fast unmöglich. Schade eigentlich, denn sowas macht einen Urlaub für uns meistens noch schöner. Trotzdem waren die 6 Tage schön und erholsam. Wir haben eine ersten Eindruck von dem Land und den Leuten bekommen und könnten uns auch vorstellen nochmal wiederzukommen um die berühmten Pyramiden und die Metropole Kairo zu sehen. Allerdings würden wir dann lieber etwas mehr Geld investieren und ein besseres Hotel wählen. Das soll nicht heißen, dass wir mit unserem unzufrieden waren, ganz im Gegenteil: Das Essen war lecker und die Angestellten freundlich und aufmerksam. Am Abend war hier leider dennoch tote Hose, denn unser Hotel liegt außerhalb von Oldtown und den Bars und Restaurants. Perfekt zum entspannen, aber abends möchte man natürlich auch ein bisschen was erleben. Was man zu jeder Jahreszeit in Ägypten bekommt ist gutes Wetter und viel Sonne. So konnten wir uns jeden Tag in Badesachen an den Strand legen und der Winter war selbst im Januar sehr weit entfernt. Sucht man also nach einem Urlaub im Winter zum guten Preis- Leistungsverhältnis, so ist man in Ägypten gut aufgehoben.

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Neu: Auf meinem Blog findet ihr außerdem einen Marsa Alam Reisebericht und Tipps, wie ihr euer Visum für Ägypten günstig und unkompliziert erhaltet.

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