Albanien Reisebericht & Erfahrungen

→ Reiseziel: Albanien

→ Reisezeitraum Albanien: 11.09. – 18.09.2016 ←

→ Reiseart: Individualreise 

→ Unterkunft: Airbnb 

→ Fluggesellschaft: Ryanair (Korfu) 

Meine Albanien Urlaub Erfahrungen


 

Warum wir nach Albanien reisen

Wenn mich Leute fragen, warum ich ausgerechnet nach Albanien reisen möchte (und das passiert eigentlich immer, wenn ich von meinen Reiseplänen erzähle, weil sich einfach kaum jemand vorstellen kann, dass Albanien ein „gutes“ Reiseland ist.), antworte ich: Ja, warum denn eigentlich nicht?! Ich habe einfach mal Lust auf was Neues, etwas Abenteuerliches!

Und so freue ich mich, dass es jetzt endlich los geht! Ich freue mich auf ein Land, das touristisch noch nicht so versaut, weil wenig erschlossen ist, über das es nur wenige Reiseführer gibt und in dem wir noch so viel selbst entdecken können. Was sich in meiner Vorstellung erstmal schön anhört, kann natürlich auch sehr sehr schwierig werden. Oftmals hört man, dass die Armut, mit der wir im ärmsten Land Europas konfrontiert werden, wirklich hart sein soll. Der Zustand der Straßen im Land ist schlecht, vom Herumreisen mit einem Mietwagen wird daher eher abgeraten. Und trotzdem: Die Berichte über die Schönheit des Landes und der Herzlichkeit der Menschen hat uns letztendlich überzeugt: Wir wollen nach Albanien!

Die Flüge sind schnell gebucht, nicht nach Tirana, sondern nach Korfu soll es gehen. Für unschlagbare 30€ mit Ryanair. Kleiner Nachteil: Die Gepäckaufgabe kostet extra. Aus der Not wird eine Tugend gemacht und so beschließen wir nur mit Handgepäck zu reisen. Freunde, die im Mai nach Bali flogen machten es vor, wir ziehen nach: Klamotten für zwei Wochen werden in einen kleinen Rucksack gepackt (mit Hilfe von Vakuumtüten kein großes Problem), Abstriche werden gemacht (tut mir mal ganz gut, ich nehme eh immer viiiieel zu viel mit) und die Hoffnung, dass wir unsere Wäsche in Albanien regelmäßig waschen können, macht uns zuversichtlich. Das Wichtigste ist eh der Reisepass (wird zur Einreise benötigt, ein Visum müssen wir nicht beantragen), eine Landkarte zur Orientierung und meine Kamera, um das Ganze auch festhalten zu können. Packen wa‘ schon!

Albanien Urlaub mit Handgepäck
Der Rucksack ist gepackt!

11.- 13.09. Kalispera, Kerkira! 

Gelandet! Es ist 21 Uhr Ortszeit (+1 Stunde Zeitverschiebung)  und die Sonne ist bereits untergegangen. Nach einer kurzen Taxifahrt (der Bus ist uns vor der Nase weggefahren), sind wir auch schon da. Da, das heißt am Liston Square, im Herzen von Korfu Stadt. Zwischen all den Restaurants und Bars späht uns unsere Gastgeberin Emi erstaunlich schnell heraus und führt uns zu unserer Wohnung direkt gegenüber des Rathauses. Zentraler können wir gar nicht wohnen! Unsere Bleibe für die nächsten 2 Tage ist mal wieder ein Volltreffer. Lang halten wir uns allerdings nicht auf, denn nach der Anreise  knurrt unser Magen doch etwas. Schnell ist eine Souvlakeria gefunden, in der wir uns erstmal eine Pita gönnen (für mich die Veggie-Variante). Korfu Stadt gefällt auf Anhieb: überall Restaurants und Plätze, auf denen Griechen und Touristen das Leben feiern. Es riecht nach griechischen Grillspezialitäten und  Thymian. Da werden gleich Erinnerungen an die Griechenlandurlaube mit meinen Eltern wach! Unweit des Liston Squares findet ein kleines Festival mit Livemusik statt, gespielt wird Balkan-Ska, irgendwie cool!

Korfu Stadt
Abendstimmung in Korfu Stadt

Am nächsten Tag genehmigen wir uns ein leckeres Frühstück im nahegelegenen Earth Café. Cappuccino und Wraps bilden die Grundlage des Tages. An uns ziehen Massen an mit Kameras und Hüten bewaffnete (Tages) Touristen vorbei. Hilfe, lieber schnell weg hier!  Als nächstes führt uns unser Weg also Richtung Hafen. Hier reiht sich eine Reiseagentur an die nächste. Ein Ticket für die Fähre nach Albanien ist schnell gekauft. Um 9 Uhr geht’s morgen also los, 19€ soll die Überfahrt mit Joy Cruises kosten. Viel (auf) geschwatzt wird nicht, lediglich unsere Passports sollen wir mitbringen. Aye Aye!

Korfu Stadt
Unterwegs in Korfu Stadt

Zuerst gilt es aber noch Korfu Stadt zu erkunden. Wir laufen durch die Stadt, verirren uns in kleinen, schmalen Gassen, kehren in gemütliche Cafés, wie dem Downtown, ein und drehen eine Runde über den britischen Friedhof, auf dem es nicht nur jede Menge krumme, alte Grabsteine, sondern auch viele Landschildkröten zu sehen gibt. Die kleinen Panzerträger huschen über die Grabsteine und durch das Gebüsch, wir müssen aufpassen, dass wir nicht ausversehen auf eine drauftreten. Am Ende tragen wir uns in das Gästebuch des Friedhofes ein (Greetings from Germany, we liked the tortoises) und werden noch nett von dem steinalten Mann, der das Grundstück pflegt, verabschiedet. 

Korfu Stadt britischer Friedhof
Kreuze auf dem Grab deutscher Seefahrer
Korfu Stadt britischer Friedhof
Der Friedhof ist eine grüne Oase
Britischer Friedhof Korfu Stadt
Überall laufen Schildkröten herum

Wir laufen zum Old Fortress, eines der Haupt-Sehenswürdigkeiten von Korfu Stadt, mittlerweile ist es dunkel. Die Festung ist bereits geschlossen, betreten kann man  sie jeden Tag gegen eine Gebühr von 4€ von 10-20 Uhr. Wir genießen den Anblick der beleuchteten Anlage und von Korfu Stadt und beschließen dem Restaurant Tipp unserer Gastgeberin Emi zu folgen. Nach kurzer Suche befinden wir uns vor dem Restaurant Pergola, das das Klischee einer gemütlichen Taverne mehr als erfüllt. Spezialitäten der Insel stehen genauso auf der Karte, wie typisch griechische Gerichte. Die Preise sind mehr als erschwinglich (1/2 Liter Hauswein für 4,50€) und der Wirt macht einen freundlichen Eindruck. Zwar gibt es keinen Ouzo, dafür aber frische Melone und eine Karaffe des besagten Hausweins aufs Haus. Efkaristo und Kalinichta! 

Old fortress Korfu Stadt
Das Old Fortress in Korfu Stadt

Dienstag, 13.09. Mit der Fähre nach Albanien

Es ist morgens, 7 Uhr. Der Wecker klingelt. Schnell ist alles gepackt und wir machen uns auf in Richtung Hafen. Noch schläft die halbe Stadt, Cafés öffnen nach und nach ihre Türen. Mit einem  Coffee to go in der Hand und den 6 kg Handgepäck auf dem Rücken marschieren wir zum Anleger und stellen uns schließlich in die Schlange zur Passkontrolle. Alle Fähren nach Albanien (heute sind es 3 und ein Schnellboot) fahren am hinteren Ende des Hafens ab, möchte man einsteigen, muss man erst die Kontrolle des Passes und des Gepäcks über sich ergehen lassen. Hinter uns wird die Schlange immer länger. Scharen von Tagesausflüglern werden mit Bussen angekarrt und auf die Schiffe gelotst. 

Fähre nach Albanien
Die Fähre und das Schnellboot nach Albanien

Falls ihr auch mit der Fähre nach Albanien fahren wollt, solltet ihr lieber eine viertel Stunde eher da sein, als auf dem Ticket angegeben, dann wartet man wenigstens an Bord der Fähre und nicht am oder im stickigen Kontrollpunkt. Es ist 9.30 Uhr als sich die Fähre endlich in Bewegung setzt. Knapp 1 Stunde soll die Fahrt dauern. Zwischendurch werden nochmals die Pässe kontrolliert und Karten für die Tagesausflüge verkauft, bis endlich der Hafen von Sarande erreicht ist. 

Sarande albanien
Sarande ist in Sicht!

Laute Engländer und andere Touristen verlassen das Schiff und werden auf die Busse verteilt. Wir laufen schnurrstracks Richtung Innenstadt und haben Glück: der Bus in Richtung Ksamil steht genau vor unserer Nase. Wir steigen ein.

Nur eine Station weiter drängt auf einmal eine Menschenmasse in den Bus. Es erinnert mich an meine Schulzeit, wenn alle Schluss haben und in die Bahn drängen. Faltige, albanischer Omis rempeln sich mit aller Macht und lauter Stimme auf dem Weg zur Festhalte-Möglichkeit vorbei, Männer, Kinder und ein paar Touristen drängen sich auf engsten Raum. Irgendendjemand müffelt (oder bin ich das?!), die Tür bleibt während der ganzen Fahrt geöffnet, das niemand während der Fahrt rausfällt wundert mich am meisten. Gehalten wird auf Zuruf, wo wir genau sind – keine Ahnung! Bezahlt haben wir auch noch nicht. Doch auf einmal drängt sich eine junge, zierliche Frau durch die Masse und sammelt Geld von den Fahrgästen ein. 50 Lek, nicht einmal 30 Cent, wird für die einstündige Fahrt verlangt. Die Straßenverhältnisse sind widererwarten gut. Wir fahren in ein Städtchen, sehen das Meer und mehrere Cafés. Das muss Ksamil sein. Wir steigen aus.

In einem kleinen Restaurant möchte ich zwei Bier bestellen..okay, Julia, das ist dein Moment: „dü birrö, ju lutem“! Der Mann guckt mich fragend an.. Mist, der versteht mich nicht… Also nochmal, mit besonderes vielen rrrr’s“ birrrrr“! Tirana Bier Ratlose Blicke.. Liegt es daran, dass er mich nicht versteht oder, dass er sich nicht vorstellen kann, dass jemand um 11 Uhr morgens Bier verlangt? Ich weiß es nicht.. Irgendwie klappt es dann aber doch. Wir schreiben eine SMS an unsere Airbnb- Gastgeberin Arta. Das eiskalte Bier für 1€ kommt so schnell wie die Antwort von ihr, abgeholt werden wir schließlich von ihrem Bruder. Dieser fährt uns zu unserem Apartment und erzählt in passablen Englisch über seine Zeit
in Griechenland. Er habe in den letzten Jahren gutes Geld auf Korfu verdient und sich und seiner Familie dann eine Existenz in Albanien aufgebaut. Das Grundstück, das wir schließlich betreten ist gepflegt, die Wohnungen neu und modern. Artas Oma begrüßt uns lächelnd vom Balkon, Englisch spricht sie nicht! Aber die Wohnung, die wir zuvor im Internet gesehen haben ist es nicht. Die Waschmaschine fehlt – argh, gerade die Waschmaschine! Handtücher sind auch nirgends zu finden (kleine Erinnerung: wir reisen nur mit dem Nötigsten) Wir schreiben eine SMS an Arta, die uns direkt anruft: laut und aufgeregt redend versichert sie uns, dass es sich um ein Missverständnis handle und ihr Bruder gleich kommt um uns zu der richtigen Wohnung zu fahren. Gesagt, getan: 5 Minuten später sind wir in der richtigen Bleibe, die noch moderner und schöner ist. Das Internet funktioniert auch (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt) und die versprochene  Waschmaschine steht ebenfalls am Hauseingang. Alles gut!

Wir nehmen unsere Sachen, wollen endlich Ksamil erkunden und ins Ionische Meer springen. Wir laufen los. Ksamil ist ein kleines Städtchen, überall werden Apartments vermietet, Supermärkte und Restaurants gibt es an jeder Ecke. Wir besorgen uns noch etwas vom Bäcker (mit Feta und Spinat gefüllte Taschen) und suchen uns ein Plätzchen am Wasser. Der Strand ist steinig, das Wasser glasklar und angenehm warm. Viele Strandabschnitte sind mit Sonnenliegen und Schirmen zugepflastert, doch läuft man ein bisschen an der Promenade entlang, entdeckt man schnell relativ leere Strände, an denen man seine Ruhe hat. Ab und an kommt eine Frau vorbei, die albanischer Süßigkeiten und frisches Obst für 100 Lek verkauft, was weniger als einem Euro entspricht. Aufdringlich ist niemand. Die Sonne knallt auf uns herab und schnell setzt Urlaubsstimmung ein. Das Meer ist salzig, wir lassen uns einfach treiben. Fisch schwimmen um uns herum, Seeigel sehen wir nicht.

Strand in Ksamil

Strand von Ksamil

Am Abend kehren wir in eine Pizzeria ein. Wer sich jetzt wundert: Pizza gibt es hier an jeder Ecke und das nicht, weil sich die Albaner an die Touristen anbiedern wollen, sondern weil sich in der albanischen Küche tatsächlich viele italienische Einschläge wiederfinden. Die Pizza wird im Steinofen zubereitet und schmeckt köstlich. Ulf kommt in den Genuss der Meeresfrüchte, die hier täglich frisch gefangen werden (in Ksamil werden sogar Muscheln gezüchtet). Nicht einmal 15€ kostet uns das Abendessen mit Getränken und dem Raki, der uns nach dem Essen fast die Schuhe auszieht.

Die Internetverbindung ist übrigens in den meisten Fällen schlecht. In unserem Apartment kommen wir nur sehr selten ins WLAN und in den Bars kann man auch nur das Nötigste checken (WhatsApp, Facebook und den Blog).

Mittwoch, 14.09. Beim albanischen Friseur und in der antiken Stätte Butrint

Der nächste Tag startet früh, wir wollen noch ein bisschen durch Ksamil laufen, bevor es zum Strand gehen soll. Wir entdecken ein selbstgemaltes Schild mit der Aufschrift „Barber“. Ulf will sich eh noch die Haare schneiden lassen, also nichts wie hin. In gebrochenen Englisch wird die gewünschte Haarlänge abgesprochen und direkt drauf los rasiert. Der Friseur beteuert währenddessen  immer wieder, wie schön sein Land ist, dass wir uns unbedingt das „Blaue Auge“ ansehen sollen und versucht uns zwischendurch etwas Albanisch beizubringen. Wir scheitern kläglich! Am Ende können wir zwar immer noch nicht mehr, als uns auf albanisch zu bedanken (Faleminderit), aber immerhin stimmt der Haarschnitt!

Ksamil
Beim albanischen Herrenfriseur

Nach einer kurzen Abkühlung im Meer gehen wir noch etwas spazieren. Wir entdecken eine alte, von kunstvollen Laternen gesäumte Straße, die zur Zeit ihrer Erbauung mit Sicherheit mal schön ausgesehen haben muss. Sie führt direkt an der Küste entlang, kein anderer Mensch ist weit und breit zu sehen. Zu unserer Linken sehen wir die steinige, weiße Küste, die mich irgendwie an einen Herr der Ringe Drehort erinnert, zu unserer Rechten ab und an eine eingestürzte Bauruine und ansonsten nichts! Es ist herrlich! Auf dem zugewucherten Weg liegen immer wieder umgekippte steinerne Laternen (oder was es auch immer damals gewesen ist). Wir folgen der Straße weiter und kommen schließlich am Campingplatz Sunset raus, auf dem wir mir kühlem Bier und frisch zubereiteten Gemüse versorgt werden.

Ksamil
Unterwegs an der Küste

Unterwegs in Ksamil

Im Vorfeld haben wir uns überlegt einen Roller auszuleihen. Allerdings haben wir beide keine Erfahrung mit einem solchen Gefährt und eine 125er ist uns dann doch etwas zu krass.. Für 15€ pro Tag kann man sich in Ksamil einen  Roller ausleihen, für 30€ ein Auto und für 5€ ein Fahrrad. Wenn wir nicht solche Schisser wären, hätten wir es vielleicht gemacht. Die Bedingungen könnten nicht besser sein, denn die Straßenverhältnisse hier sind gut und der Verkehr hält sich auch in Grenzen. Jedes dritte Auto, dass hier auf den Straßen fährt, ist übrigens ein Mercedes. Die Albaner lieben Mercedes… haben wir uns sagen lassen.

Straße nach Butrint
Auf dem Weg nach Butrint

Butrint, albanien

Unmotorisiert geht es schließlich in Richtung Butrint. Den Bus, der einmal in der Stunde von Sarande über Ksamil bis nach Butrint fährt, haben wir verpasst. Google Maps sagt: 4 Kilometer, 44 Minuten. Alles klar! Wir laufen los. Am staubigen Wegesrand entlang, immer der Straße nach. Hin und wieder fährt ein Auto an uns vorbei, die Fahrer halten uns höchstwahrscheinlich für verrückt. Egal! Nach einer einer halben Stunde genießen wir den Ausblick über den Fluss, der Butrint durchzieht und schließlich im Meer mündet. Sieht schon atemberaubend aus, so von hier oben. Eine Viertelstunde später sind wir schließlich da. Ausgeschildert ist die Stätte mit „Butrint Forest„, wir betreten sie und staunen: das Areal, auf dem in den letzten Jahren eine römische Siedlung inklusive Kolosseum und Stadtmauer ausgegraben bzw. freigelegt  wurde, ist angelegt wie ein Park mit uralten Bäumen. Das Beste ist aber, dass wir die Stätte fast für uns alleine haben, denn die Tagestouristen, die meist morgens mit der Fähre aus Korfu kommen und nachmittags wieder fahren, sind bereits weg. In Ruhe können wir uns die Ruinen ansehen. Am Eingang haben wir eine kostenlose Karte mit Informationen bekommen, aus der wir auf unserem Rundgang nun alles wichtige in Kürze nachlesen können. Am Ende des Rundgangs gibt es noch ein kleines Museum mit zwei Dutzend Ausgrabungsstücken zu sehen. Alles in allem haben wir ungefähr 2 Stunden gebraucht, um das Weltkulturerbe Butrint zu besichtigen. Fazit: Absolut empfehlenswert! Allerdings wahrscheinlich eher nicht im Rahmen einer Tagestour, denn ich habe schon das ein oder andere mal gehört, dass man da eher durchgeschoben wird und das ist doch irgendwie zu schade! Zurück geht es übrigens mit dem Bus, die Fahrt dauert 5 Minuten und kostet 30 Cent. Also Leute: macht Butrint auf eigene Faust! Es lohnt sich!

Der Eingang zur antiken Stätte Butrint
Der Eingang zur antiken Stätte Butrint
Das Amphitheater in Butrint
Das Amphitheater in Butrint
Das Löwentor
Das Löwentor
Museum von Butrint
Im Museum von Butrint
Busfahrt von Butrint nach Ksamil
Kühe voraus! Busfahrt von Butrint nach Ksamil

Abends essen wir in einem Restaurant, in dem es typisch albanischer Gerichte gibt. Ulf entscheidet sich für eine Rindfleisch Kartoffel Kasserolle, für mich gibt es gebackene Zucchini mit Parmesan, als Beilage Salat. Die albanische Küche ist einfach, frisch und schmackhaft. Sollte man probiert haben! Nach dem Essen gehört ein Raki, Ouzo oder ein Kaffee einfach dazu. Diese kosten meist nicht mehr als 1€.

Donnerstag, 15.09. Ausflug nach Sarande

Heute lassen wir es mal wieder ruhiger angehen und starten unseren Tag mit etwas Vitamin Sea am Ksamil Beach. Vorher sind wir noch etwas herumgelaufen, in der Hoffnung noch eine kleine Bucht zu finden, die wir ganz für uns alleine haben. Allerdings ist die Küste an vielen Teilen Ksamils felsig, unerschlossen und teilweise auch vermüllt. Leider ist das mit der Müllentsorgung in Albanien, wie in anderen südlichen Ländern, noch so ein Problem. Plastiktüten werden bei jedem Einkauf ausgegeben und liegen mit anderem Unrat häufig in der Gegend rum. Es bleibt zu hoffen, dass hier bald ein Umdenken stattfindet und die Albaner stärker auf ihre Umwelt achten! Generell scheint es in Albanien so zu sein, dass sich der Staat nur um das Grundlegendste kümmert. Vieles geht hier von den Einwohnern aus. Sie bauen in Eigenregie und ziehen ihre Existenzen und Infrastrukturen in Eigenleistung hoch. Nicht selten stehen Verkäufer den ganzen Tag und die halbe Nacht in ihren Geschäften und Restaurants und kümmern sich mit viel Stolz um alles.

Steinige Küste in Ksamil
Steinige Küste in Ksamil

Nach einem ausgiebigen Bad in der Sonne beschließen wir die Spezialität von Ksamil zu testen: frische Muscheln. Wir laufen an der Promenade entlang und sehen das Restaurant Korali mit einer Terrasse direkt über dem Meer. Perfekt! So gut wie die Aussicht ist, schmeckt auch die reichliche Portion Muscheln für 4€ und das Bruscetta, das als Beilage kommt (wie gesagt: italienisch können die Albaner).

Ksamil

Wir fassen den Plan mit dem Bus nach Sarande zu fahren, denn die nächsten 2 Tage werden wir ein Airbnb-Apartment in dieser größeren Stadt verbringen und ein bisschen vorab Orientierung schadet ja nicht 😉 Der Bus nach Sarande kommt einmal in der Stunde, wir haben beobachtet, dass die albanischen Fahrgäste oft einfach am Wegesrand und nicht an einer Bushaltestelle warten und trotzdem eingesammelt werden. Wir probieren es aus. Mit einer  Viertelstunde Verspätung kommt der Bus schließlich und sammelt uns direkt vor unserer Haustür ein. Busfahrpläne existieren hier zwar und werden oftmals auch relativ genau eingehalten, dennoch kann es sein, dass sich ein Bus einfach mal extrem verspätet. Das ist hier einfach so.

In Sarande angekommen suchen wir als erstes nach dem Hotel, in dem wir morgen unsere Gastgeberin treffen sollen. Auf der Suche fällt uns auch ein Jeep Verleih auf. Schnell fassen wir den Plan, in den nächsten Tagen einen Jeep auszuleihen und selbst nach Gjirokastra und zum Blauen Auge zu fahren. 40€ kostet uns der kleine Jeep mit offenem Dach, für 5€ schließen wir noch eine Versicherung ab, die den Unterboden und die Scheiben des Gefährts mitversichert. Alles läuft unkompliziert, ich zeige lediglich meinen Führerschein und schon ist der Jeep für Samstag reserviert. Juhu!… Oder?!

Fischer in Sarande
Fischer am open air Kino in Sarande

Wir schlendern noch etwas an der weitläufigen Promenade von Sarande entlang und sind überrascht: die Stadt macht mehr her, als wir es auf den ersten Blick vermutet haben. Zwar sind die Ostblock-Plattenbauten, die das Stadtbild dominieren wirklich alles andere als schön, doch ist ihre Bauweise auch ziemlich spektakulär. Da sich Sarande nämlich in einer steilen Bucht befindet, wurden die Häuser und Hotels übereinander gebaut. Und auch die Promenade mit ihren vielen Restaurants kann sich durchaus sehen lassen. Hier werden wir schon fündig werden! Wir laufen zur Bushaltestelle, doch der Bus kommt nicht. Mist, war etwa doch die letzte Fahrt um 18.30 Uhr? Anscheinend, denn auch nach 20 Minuten ist kein Bus in Sicht. Okay, dann testen wir halt mal die albanischen Taxis. Ich wollte eh mal wissen, wie teuer so eine Fahrt im Vergleich zum Bus ist. An mit orangenen schildern gekennzeichneten Orten in der Stadt stehen meist mehrere Taxifahrer herum und warten auf Kundschaft. Taxameter gibt es nicht, der Preis wird vor der Fahrt ausgemacht. 1400 Lek, also 10€, soll die 30-minütige Fahrt kosten. Alles klar, scheint angemessen. Unser Fahrer erzählt von der Korruption in Albanien, von dem politischen System und von seinem Bruder, der in Deutschland lebt. Harter Themenmix für einen einen Smalltalk, aber es ist schon interessant zu hören, was sich die Menschen hier wünschen und was sie von ihrem Land halten (ziemlich viel – Albaner sind stolz auf ihr Land!). Wir sind da, bezahlen und erhalten noch ein Kärtchen mit der Nummer des Fahrers. Wenn wir irgendwo hin möchten, können wir jederzeit anrufen. Okay!

Freitag, 16.09. Monastery Beach &  das beste Seafood in Sarande

Nachdem wir unser Airbnb-Apartment in Ksamil geräumt haben, geht’s mit dem Bus nach Sarande. Der Busfahrer kennt uns schon, lacht und grüßt. In Sarande genehmigen wir uns erst einmal einen Mittagssnack und warten auf Gastgeberin Liza. Irgendwie checkt der Kellner, dass wir die beiden Airbnb Menschen sind, begrüßt uns direkt und ruft Liza an. Keine 2 Minuten später geht’s in die neue Bleibe, die wir über gefühlt Tausende Stufen endlich erreichen. Doch die Lage des Apartments könnte nicht besser sein, denn hier genießen wir einen wunderbaren Blick über die Stadt. Da es hier leider keine wirklich  schönen Strände gibt, fahren wir schließlich mit dem Bus zu dem 20 Minuten entfernten Monastery Beach, der uns bei tripadvisor vor die Füße gefallen ist. Die kleine Bucht ist nur über einen steilen Weg erreichbar und es gibt hier außer dem schönen Kiesstrand noch ein kleines Kloster (klar, daher auch der Name) und zwei Strandrestaurants. Da wir in der Nebensaison hier sind, müssen wir uns die Bucht nur mit rund 15 anderen Gästen teilen. Perfekt! Das Wasser ist wieder glasklar und dank unserer neu erworbenen Schwimmschuhe macht uns auch der Kies nichts mehr aus.

Monastery Beach Ksamil
Der Weg zum Monastery Beach

Monastery Beach Ksamil

Nach zwei entspannten Stunden geraten wir in einen kleinen Plausch mit dem etwas spleenigen Besitzer des Strandlokales. Er trägt einen Cowboyhut und kein Shirt und erzählt uns von seinen (illegalen) Reisen durch Europa und über die Zeit des Kommunismus in Albanien. Sein Englisch ist gut – ist ja auch viel rumgekommen, der Mann. Wir verabschieden uns, müssen schließlich den Bus erwischen!

Ein Tag in der Sonne macht müde – und hungrig. Ein kurzer Blick in die tripadvisor-App zeigt, dass das Restaurant, in dem wir heute zufällig zu Mittag gegessen haben, das am besten bewertete in ganz Sarande ist. Wir hatten nur einen Salat, also interessiert uns jetzt auch, was die anderen Gerichte so zu bieten haben. Also auf zum Mare Nostrum! Für albanischer Verhältnisse ist das Restaurant zwar etwas teurer, aber es ist wirklich jeden Lekke wert. Während ich köstliche Linguini mit Meeresfrüchten genießen dürfte, gönnte sich Ulf eine gedünstete Dorade mit Gemüse, die ich als den leckersten Fisch, den ich je gegessen habe, bezeichnen würde! Und mal ganz ehrlich: wann kann man es sich schon mal leisten in einem der „besten“ Restaurants der Stadt zu essen und dabei weniger als 30€ mit einem halben Liter Hauswein zu zahlen?! Die für uns niedrigen Preise in Albanien machens möglich!

Nach unserem Abendessen spazieren wir noch etwas über den Boulevard. An jeder Ecke kann man Popcorn, Bier und Maiskolben kaufen, auch spät am Abend noch! What a great time to be alive!

Sarande Hafen
Der Blick auf Sarande von unserem Balkon aus

Samstag, 17.09. Mit dem Mietwagen Gjirokastra &  zum Bergsee Syri I Kalter

Es ist Samstagmorgen, 5 Uhr, als ich das erste mal von den Rufen des Muezzins geweckt werde. Achja, viele Albaner sind Muslime, eine Moschee findet man in fast jeder Stadt. Aber erstmal geht’s zurück ins Bett, denn anders als die Gläubigen will ich nun wirklich nicht schon um 5 Uhr aufstehen!

8.30 Uhr klingt besser. Um 10 Uhr sollen wir ja auch den Jeep vom Büro des Veranstalters Sipa Tours abholen, den wir für heute gemietet haben. Mit Verpflegung aus dem Supermarkt geht die Fahrt ins Landesinnere schließlich los. Wir verlassen Sarande und fahren über enge Serpentinen, die man so auch aus Italien und Griechenland kennt, immer weiter die Berge hoch. Die Aussicht, die sich bietet ist fantastisch. Alles ist grün, einsam und bergig. Neben uns der Tiefe Abgrund, an manchen Stellen geht es hunderte Meter tief abwärts. Von Zeit zu Zeit kommt uns ein Auto entgegen. Ich trete die ausgeleiherte Kupplung und fahre eine steile Kurve nach der anderen. Ein Gefühl von Freiheit und Abenteuerlust stellt sich ein.

Gjirokastra Straße

Mietwagen Albanien
Unser gemieteter Jeep

Nach 1 1/2 Stunden geht es schnell bergab, wir erreichen ein Tal mit einer langen, guten Straße in der Provinz Gjirokastra. Nur ein paar Minuten später können wir einen Parkplatz suchen, denn wir sind am Ziel. Da natürlich alle Schilder auf albanisch sind, wissen wir nicht wirklich, ob wir hier ohne Probleme parken dürfen, doch wir fragen uns auch, ob das hier überhaupt jemanden stört. Wir steigen aus. Vor uns liegt eine steile, kopfsteingepflasterte Straße, die es nun zu erklimmen gilt (wobei erklimmen hier wirklich das richtige Wort ist). Gjirokastra, die Stadt der Tausend Stufen, ein von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärtes Dörfchen, mit einer Burg, die über der Stadt thront, ist eines der Touristenmagnete Albaniens. Neben der Burg, die wir für 200 Leke pro Person betreten dürfen, gibt es hier noch kleine Museen, wie das Geburtshaus des ehemaligen Diktators Hoxha zu besichtigen. Doch das wirklich atemberaubende ist die Aussicht, die man geboten bekommt, wenn man die tausend Stufen zur Burg erklommen hat. Umringt von hohen Gebirgen und einem Fluß, wurden die alten, traditionellen Häuschen damals um die Burg gebaut.

Gjirokastra, Albanien

Die Burg von Gjirokastra
Flugzeugwrack auf der Burg von Gjirokastra
Gjirokastra, Albanien
Ausblick von der Burg

Burg von Gjirokastra

Wir genehmigen uns noch eine Pizza und einen Kaffee in einem nahegelegenen Restaurant mit Aussicht über die Stadt und laufen dann zu unserem Auto zurück. Es ist bereits 15 Uhr und wir wollen ja schließlich noch zum Bergsee Syri I Kalter, dem blauen Auge von Albanien. Dieser liegt glücklicherweise auf dem Rückweg, sodass sich die beiden Sehenswürdigkeiten gut miteinander kombinieren lassen. Nach einer halben Stunde Fahrt sind wir da. Wir passieren eine kleine Schranke, an der wir 200 Leke, also knapp 1,50€ Eintritt zahlen. Dann geht es einen Kilometer über eine Schotterpiste, auf der sich der Jeep bezahlt macht. Ich wundere mich, wie hier die großen Busse mit den Tagestouristen fahren können. Wir parken unseren Wagen und laufen der Beschilderung nach.

Syri I Kalter, Albanien

Syri I Kalter, Albanien
Das Blaue Auge
Syri I Kalter, Albanien
Selfietime!

Nach wenigen Schritten sind wir an der Quelle des Sees angekommen. Aus dem „Blauen Auge“, das seinen Namen mehr als verdient hat, sprudelt glasklares Wasser an die Oberfläche, es ist eiskalt. Ich ziehe meine Schuhe aus und warte am Ufer entlang. Es fühlt sich an wie tausend Nadelstiche. Meinen Plan, eine Runde in diesem See zu schwimmen, verwerfen ich daher schnell. Andere Besucher sind nicht so zimperlich und springen tatsächlich hinein. Brrr!

Syri I Kalter, Albanien
Der Bergsee ist malerisch!

Wir legen noch eine kurze Pause in dem malerisch gelegenen Restaurant am See ein und fahren dann wieder Richtung Saranda. Auf dem Weg legen wir noch einen Tankstopp ein und geben den Jeep dann ohne Probleme wieder zurück. Mit Sprit (12€) und Versicherung (5€) kostete uns dieser am Ende des Tages 55€. Ein angemessener Preis, wobei es bestimmt noch günstiger geht. Theoretisch hätten wir das Auto auch erst am nächsten Tag zurückgeben müssen, denn der Preis gilt für 24 Stunden. Zum Vergleich: zum Blauen Auge fahren keine Busse, wir hätten und ein Taxi nehmen müssen, das uns insgesamt knapp 30€ gekostet hätte. Die Busfahrt nach Gjirokastra kostet zwar nur sehr wenig, hätte allerdings 2 Stunden gedauert, also waren wir echt froh, dass wir mit dem Mietwagen schneller und auch flexibler unterwegs waren.

Morgen geht’s mit der Fähre zurück nach Korfu, wo wir die nächste Urlaubswoche verbringen werden. Wir haben gestern bereits ein Ticket für die Überfahrt mit einem „Flying Dolphin“ Boot gekauft. Die Fahrt nach Korfu Stadt kostet wieder 19€ und dauert dieses mal nur ungefähr eine halbe Stunde. Wir möchten von dort aus weiter mit dem Green Bus in den Norden der Insel reisen. Unsere erste Unterkunft, das Sunflower Apartment in Kassiopi, haben wir bereits über Booking.com gebucht. Leider sagt der Wetterbericht für die kommenden Tage nichts Gutes an. Sowohl in Albanien, als auch in Korfu soll es Gewittern. Wir hoffen, dass sich die Prognose irrt!

Unsere Albanien Urlaub Erfahrungen – Ein Fazit

Wir verabschieden mich aus Albanien, es hat uns hier sehr gut gefallen, besonders weil das Land noch nicht so touristisch ist, wie manch andere Urlaubsländer. Trotzdem bekommt man hier alles, was man braucht, die Unterkünfte sind modern und haben ein super Preis-Leistungsverhältnis. Und die Strände und Sehenswürdigkeiten müssen sich wirklich nicht verstecken. Albanien ist ein tolles Reiseziel, für all diejenigen, die ihren Horizont erweitern wollen und mal Lust auf was Neues haben. Ich komme wieder!

Albanien Reisebericht

Geheimtipp gesucht? Wie wäre es mit einem Roadtrip durch Rumänien? In meinem Erfahrungsbericht lest ihr mehr!

26 Kommentare

  1. Liebe Julia,
    vielen Dank für deinen Bericht, das hilft uns super weiter.
    Wir fahren in knapp 10 Tagen auch nach Albanien und werden dort knappe 9 Tage verbringen. Wir werden aus Kostengründen auch den Umweg über Korfu machen und hätten dazu eine Frage: Wir landen ebenfalls abends in Korfu und würden aber gerne direkt am nächsten Tag die Fähre (oder das Speedboat) von Finikas nehmen. Sind denn Ticket-Shop und Hafen (inkl. Kontrolle) denn gut und schnell zu finden und liegen diese nah bei einander, sodass wir direkt am 1. Tag in Korfu das Ticket kaufen, durch die Passkontrolle kommen und direkt übersetzen könnten? Oder würdest du das eher nicht empfehlen?

    Vielen Dank!

    1. Hallo Mathias,
      Ich habe nochmal auf der Seite von Finikas nachgeschaut: ab dem 15. April gehen zwei Fähren nach Albanien (9 und 18.30 Uhr), sodass euer Plan funktionieren sollte. Das Büro befindet sich gleich am Anfang des Hafens, nahe der Stadt, von dort aus sind es dann nochmal rund 1,2 Kilometer bis zum Ableger am anderen Ende des Hafens. Die Passkontrolle hat bei uns circa eine Stunde gedauert. Hier findest du nochmal die Pläne und Adressen: http://www.finikas-lines.com/lines-saranda-corfu-saranda

      1. Liebe Julia,
        vielen Dank für deine schnelle Hilfe, das ist wirklich super. Tatsächlich hatten wir sogar geplant, direkt morgens die Fähre zu nehmen, weil es sich sonst irgendwie nach 2 Tage „Anreise“ anfühlt und wir doch auch irgendwie ankommen wollen. Aber vielleicht überlegen wir uns das auch nochmal, wenn die Sachen so weit auseinander liegen. Noch eine kleine andere Frage: Wie sieht es in Albanien denn mit Handy-Netz etc. aus? Wir würden uns gerne für mehrere Tage einen Mietwagen nehmen und ich bin mir nicht sicher, ob wir im Zeitalter von Google Maps wieder aufs Karten-Lesen umsteigen können 😮

        Danke!

        1. Also ich kann euch einen Urlaubstag in Korfu Stadt empfehlen, ein bisschen was gibt es zu sehen und die Restaurants sind dort sind echt klasse (nur für den Fall, dass ihr euch doch nicht so stressen wollt) Unten am Hafen fahren übrigens auch Busse, die ihr nehmen könnt. Allerdings weiß ich leider nicht wie regelmäßig. Ich weiß auch nicht, ob das Büro so früh auf hat. Ein Tag zur Orientierung ist schon immer gut und erspart viel Stress 🙂
          Einige andere Leser haben eine albanische Simkarte empfohlen, ich denke, dass das auch für euch in Frage kommt. Der Empfang ist laut mehrerer Erfahrungen gut. Meiner Erfahrung nach sind die Straßen auch recht übersichtlich, sodass man auch Mal ohne GPS und Karte auskommt 🙂
          Ich wünsche euch eine tolle Zeit in Albanien und würde mich über einen kleinen „Erfahrungsbericht“ eurerseits freuen!

          1. Super, vielen Dank! Ich werde danach gerne berichten, wie wir es schlussendlich gemacht haben 🙂

        2. „ Wir würden uns gerne für mehrere Tage einen Mietwagen nehmen und ich bin mir nicht sicher, ob wir im Zeitalter von Google Maps wieder aufs Karten-Lesen umsteigen können “

          Was für ein arroganter Kommentar! Abgesehen davon, dass die Autos in Albanien auch ein GPS verfügen bzw. man Google Maps verwenden kann, wäre es doch interessant auch mal wieder Karten zu lesen. Dir meisten fahren eben dedwegen nach Albanien, weil es noch abenteurlich ist. Falls es dir nich danach ist, dann ist Albanien das falsche Urlaubsland für dich.

  2. […] Länder, in denen es noch echte Geheimtipps zu entdecken gibt. Spätestens nach unserer Reise nach Albanien habe ich mich in die ganz eigene Schönheit der Underdogs verliebt. Ich liebe es, Städte zu […]

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  4. moin zusammen, schön euch alle hier gefunden zu haben. Wir planen so nach und nach unseren Urlaub in ALBaNIEN für 2019 mit dem Auto. Wir freuen uns auf eure Weitergabe eurer Erfahrungen. Gibt es eine Art Forum hierzu?

    1. Ende Mai werde ich berichten können;)

  5. Ein wirklich toller und nützlicher Bericht. Vielen Dank dafür. Ich freue mich schon auf unsere Albanienreise dieses Jahr.

  6. Ein wirklich toller und nützlicher Bericht. Ich freue mich schon auf unsere Albanienreise in diesem Jahr.

    1. Hallo Rita,
      danke für dein Feedback. Ich wünsche euch einen tollen Urlaub in Albanien!

  7. Gute Beschreibung über Albanien..!Das Land und die Menschen dort sind toll,sehr gastfreundlich ,das Essen super und die Preise nicht so hoch wie beim Nachbarn.Das Land bittet eine Unglaubliche Natur..,nur muss man min.2 Wochen Zeit nehmen,ein Auto mieten(gibt es ab.25 Euro) und einfach los..vom Süden nach Norden,die Küste entlang..bis nach Durres,Tirana.Dann kann man die Tour Richtung Norden machen,Thethi. Oder vom Tirana Tour Richtung Pogradec,Ohrid See bis nach Korca.Hotels gibt es überall wo man fährt und braucht man nicht zu buchen..!Preise ab 15 Euro..man muss auch etwas handeln,nicht immer JA sagen..!Tel.und Internet gibt es überall,das beste ist dort eine Vodafone Karte zu kaufen,kostet 8 Euro und man hat genug Optionen,fürs tel im Ausland oder inland ,plus genug GB fürs Internet.Internet ist auch sehr schnell.!Also,nicht mit Aldi Karte ,schnellen Internet dann verlangen 🙂 Wenn jemand noch mehr Infos braucht,kann gerne schreiben..bin selber Albaner,lebe in Hessen seit 27 Jahren und will wieder zurück..für immer.Europa ist sowieso verloren..,wer es nicht sieht ,hat kaum verstanden was abgeht..!Albanien,ist zum Glück kein EU.Land und viel viel sicherer als EU. oder D.Mit mir kommen auch Paar Deutsche Freunde ,die dort leben wollen..!

  8. Übrigens: Wenn das WIFI-Internet in Albanien mal nicht so gut ist, kann man auch gut einfach eine SIM-Karte fürs Telefon kaufen. Sind ziemlich günstig und dann hat man sehr gutes Internet.

    1. André und Danica sagt: Antworten

      Hallo Simon, ist der Anbieter egal oder kannst Du einen empfehlen? Vielen Dank für den Tip, André und Danica

  9. André und Danica sagt: Antworten

    Vielen Dank für den tollen Bericht. Wir werden Anfang Mai 2018 dieses wunderschöne Land bereisen mit dem eigenen Auto. Hast Du vielleicht noch einen Tip für einen Reiseführer oder eine gute Karte? Das wäre toll. Wir werden auf jeden Fall Eure Restaurant-Tips ausprobieren 🙂

    1. Hallo André und Danica,
      ich war in Albanien mit dem Buch vom Trescher-Verlag ganz glücklich.
      Viele Grüße
      Simon

      1. André und Danica sagt: Antworten

        Hallo Simon, vielen Dank für den Tip. Werden uns das Buch mal genauer anschauen 🙂 Viele Grüsse, André und Danica

      2. André und Danica sagt: Antworten

        Hallo Simon, vielen Dank für den Tip. Werden uns das Buch genauer anschauen. Liebe Grüsse, André und Danica

    2. Hallo André und Danica,
      vielen Dank für euer Feedback! Wir sind ebenfalls mit dem Reiseführer vom Trescher Verlag gereist. Dieser gibt einen guten Überblick über das Land mit Hintergrundinformationen und Wissenswertem. Zusätzlich haben wir uns noch eine detailliere Straßenkarte gekauft, da die Karten in den meisten Reiseführern nicht genau sind.
      Ich wünsche euch eine tolle Zeit in Albanien und hoffe, dass euch Land und Leute ähnlich gut gefallen, wie uns damals.
      Liebe Grüße
      Julia

  10. +Tolles Land, super nette Leute 🙂 Wir kommen wieder!!!
    – Infrastrucktur wie Müll und Bauschuttproblem ÖPNV ist noch nicht entwickelt. TAXI günstig!
    Alle Vorurteile gegen Albanien und die Albaner haben sich nicht bestätigt!!!
    Wir wurden von den Albanern reichlich verwöhnt und beschenkt!
    Wir haben Land und Leute lieben und schätzen gelernt.

    1. Hallo Stefan,
      deiner Erfahrung kann ich mich anschließen, gerade was das Müllproblem angeht, ist in Albanien noch viel Luft nach oben. Die Leute sind wirklich sehr gastfreundlich und freuen sich, wenn man seinen Urlaub in ihrem Land verbringt, das ist mir ebenfalls positiv im Gedächtnis geblieben.
      Viele Grüße
      Julia

    2. Lol, warum soll es in Albanien ÖPVN geben? Das Land gehört nicht zu Österreich.

      Es gab in Albanien auch Zugverkehr, von Shkodra über Tirana nach Gjirokastra. Da die Romabevölkerung die Schienen geklaut hat, um das Metall zu verkaufen, wurde der Zugverkehr lahmgelegt. Auch die Gullideckel werden von Ihnen geklaut und die Bunker zerstört um den Stahl zu klauen und zu verkaufen. Das ist sehr schade :-(.

      Müll ist generell ein Problem in Albanien, da es früher nur bilogischen Müll und wenig Konsum gab. Nun werden aber moderne Müllverbrennungsanlagen gebaut und es wird in den nächsten 10 Jahren sicher besser werden. Vorausgesetzt die deutsche und italienische Müllmafia wird keinen Chemischen und Atommüll nach Albanien bringen, wie es bis 2013 der Fall war.

      Dass es in deinem Land Österreich oder Deutschland sauber ist, liegt es eben auch daran, das giftiger Müll nach Rumänien, Albanien, Afrika etc gebracht wird! Der Müll aus dem Ausland ist das größte Problem in Albanien und nicht das bisschen Müll am Straßenrand.

  11. Danke für den tollen Bericht über Albanien. Bei uns geht es in 27 Tagen los deine Informationen werden Bund bestimmt gut weiterhelfen

    1. Hallo Carmen, danke für deinen Kommentar! Ich hoffe ihr habt einen schönen Urlaub in Albanien und macht ähnlich gute Erfahrungen wie wir 🙂

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