Bangkok

Heute sind wir um 18 Uhr Ortszeit, nach einem stressigen und ungemütlichen Flug in Bangkok gelandet. Am Flughafen ging alles sehr schnell und schon zwei Stunden später wurden wir, nach ein paar halsbrecherischen Straßenüberquerungen, von unserem Gastgeber Pak in unserer modernen Ferienwohnung direkt an der Rama 9 begrüßt. Hier haben wir wirklich alles was das Herz begehrt: einen Kühlschrank mit kühlen Getränken, einen 24 Stunden Supermarkt, einen Pool, der wie eine Oase der Erholung mitten in der Großstadt wirkt und einen super Ausblick auf die Skyline der Stadt! Nachdem wir den Reisestress mit ein paar Runden im Pool abgespült haben, machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Der Verkehr in Bangkok ist wirklich mörderisch und wenig bis gar nicht fußgängerfreundlich. Nachdem wir uns aber an den Linksverkehr und die Missachtung roter Ampeln gewöhnt haben, lernten wir schnell die großen Kreuzungen zu überqueren. Frei nach dem Motto: „Der wird schon bremsen“ – Bis jetzt haben wir es überlebt.


Donnerstag 19.03.: Erste Erkundungstour& Golden Mount Tempel

Heute begann unser erster voller Tag in Bangkok etwas später, da wir am Vorabend noch bis 2 Uhr auf einem Nachtmarkt unterwegs waren. Dort haben wir die ersten Erfahrungen mit dem köstlichen thailändischen Essen (inklusive der Schärfe) und dem Lion Bier gemacht. Zurück ging es dann durch die immer noch sehr rummeligen Straßen Bangkoks mit einem günstigen Taxi. Für den heutigen Tag hatten wir uns vorgenommen mit einem Expressboot über die kleinen Kanäle der Stadt Richtung Grand Palace und Wat Phra Kaeo (Königstempel) zu fahren und die Umgebung von dort aus zu Fuß zu erkunden. Die Fahrt mit dem Expressboot war ein lustiges und günstiges Erlebnis.
Das wohl günstigste Fortbewegungsmittel Bangkoks kostete uns nur 0,30€ uns brachte uns innerhalb von einer halben Stunde fast ans andere Ende der Stadt. Dort angekommen kamen direkt mehrere Thais auf uns zu, die uns rieten ein TukTuk zu nehmen, um alle wichtigen Sehenswürdigkeiten schnell erreichen zu können. Wir verzichteten und erkundeten den Stadtteil zu Fuß. Auf dem Weg zum Grand Palace lagen einige Tempelanlagen, die uns direkt ins Auge fielen, so dass wir beschlossen einen, nämlich den Golden Mount Tempel, zu besichtigen. Gegen eine Gebühr von 0,70€ erklommen wir den 70 Meter hohen Hügel und konnten uns, oben angekommen einen guten Überblick über die umliegenden Gebäude verschaffen.

Golden Mount Tempel

Als wir anschließend, nach einem längeren Fußmarsch, den Grand Palace erreichten, mussten wir feststellen, dass dieser nur bis 15.30 Uhr zu besichtigen ist und wir dieses Highlight leider auf morgen verschieben müssen. Da wir nun schon in der Nähe waren beschlossen wir uns die, nicht nur unter Backpackern beliebte, Khao San Road anzusehen. Dort angekommen erwartete uns der touristische Sammelpunkt Bangkoks und eine Atmosphäre, die mich an den Ballermann erinnerte. Rechts und links der Straße reihen sich Hostels an Restaurants (meistens eher mit westlichen Gerichten) und mittendrin stehen die Stände der Straßenverkäufer, die Kleidung, Essen und Schmuck verkaufen. Uns gefiel dieser Trubel nicht so recht, so dass wir uns wieder auf den Rückweg machten. Da uns die Hitze und der lange Fußmarsch doch etwas mitgenommen haben freuten wir uns nun darauf eine Runde im Pool zu drehen und uns dann fertig für den Abend zu machen.

Bangkok


Freitag 20.03.: Grand Palace, Smaragdbuddha& Thaifood

Unseren vorerst letzten Tag in Bangkok wollten wir heute nutzen um endlich den Grand Palace inklusive dem Wat Phra Kaeo mit dem berühmten Smaragd – Buddha zu besichtigen. Diese Sehenswürdigkeiten gelten als das kulturelle Highlight Bangkoks, so dass wir uns einen Ausflug dorthin natürlich nicht entgehen lassen wollten. Ausgerüstet mit einer langen Hose und geschlossenen Schuhen (in den Tempeln herrscht eine strenge Kleiderordnung) machten wir uns also auf den Weg. Da wir die Strecke gestern bereitsBangkok abgelaufen sind, ging es heute mit der Bahn, dem Expressboot und zu Fuß relativ schnell. Am Grand Palace tummelten sich bereits zahlreiche Touristen, so dass wir den Eingang schnell fanden. Gegen eine Gebühr von knapp 15€ konnten wir die ehemalige Residenz des Königs betreten. Das war bis jetzt unser teuerster Ausflug, aber es hat sich wirklich gelohnt. Die imposanten Tempelanlage und Gebäude waren wirklich beeindruckend. Der Smaragd – Buddha war ebenfalls ein Highlight. Die heiligste Statue des ganzen Landes ist zwar mit knapp 75cm eher klein, dafür ist der Tempel, der ihn umgibt umso prächtiger.

Bangkok

Nachdem wir zwei Stunden mit der Besichtigung des Königstempels verbracht haben, machten wir eine kleine Pause auf einem Markt in der Nähe des Mae Nam Chao Phraya, dem großen Fluß, der Bangkok durchzieht. In der Markthalle gab es neben Ständen, die Kleidung verkauften (an denen kam ich natürlich nicht vorbei ohne mir für ca 5€ ein schönes Kleid zu kaufen) auch kleinere Küchen, die einen herrlichen Duft vorbereiteten und uns auch dazu bewogen haben dort zu essen. Für unter 10€ haben wir ein leckeres Thai-Gericht inklusive Getränken bekommen. Gestärkt gingen wir nun noch zum Amulettmarkt, auf dem, wie der Name schon sagt, allerlei Schmuck, Figuren und Münzen verkauft werden. Die verschiedenen Händler bauen ihre Stände einfach auf dem Gehweg auf, so dass man garnicht umhin kommt einen Blick auf ihre Ware zu werfen.Von dort aus ging es dann per TukTuk Taxi zurück zur Pier und schließlich zum Hotel.

Am Abend beschlossen wir eine der zahlreichen Shopping Mals zu besichtigen, die moderner kaum sein könnten. Auf mehreren Etagen sind hunderte Geschäfte und Lokale untergebracht. Dort gab es dann noch ein vegetarisches „Green Thai Curry“ für uns, nach dessen Genuß wir uns erst einmal in einem der Supermärkte eine Milch zum neutralisieren der Schärfe besorgen mussten. Hilfe!
Wir sind ansonsten wirklich begeistert von den Einkaufszentren hier, nicht unbedingt wegen der Preise, sondern wegen der Atmosphäre und den tollen Geschäften und Restaurants. Morgen früh geht unser Flug nach Phuket bereits um 11 Uhr, so dass wir den restlichen Abend genutzt haben um zu packen und um erste Vorbereitungen für das neue Reiseziel zu treffen. Nach knapp einer Woche Städtetrip in drei Großstädten, in denen wir so viel erlebt, gesehen und kennengelernt haben, freuen uns auf etwas Erholung (unsere Füße können es gebrauchen) und ein paar Tage am Strand.

Bangkok hat uns sehr gut gefallen. Man gewöhnt sich schnell an das bunte Treiben auf den Straßen, den mörderischen Verkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt, dank denen mal mehr oder weniger schnell zu den wichtigsten Ecken der Stadt kommt. Alle Thais, denen wir begegnet sind waren höflich und zuvorkommend und die meisten konnten Englisch, so dass wir uns nie ratlos oder nicht willkommen gefühlt haben. Wir kommen bestimmt nochmal wieder (und das nicht nur für den Rückflug).

Weiterlesen: Phuket


Rückreise

Samstag 04.04.: Ankunft

Endlich! Nach einer 14 Stunden Reise mit anschließender rasanter Taxifahrt sind wir um 23.30 Uhr in unserem Apartment in Bangkok angekommen.
Der Blick aus dem Flugzeug auf das nächtliche Bangkok war einfach gigantisch. Die Dimensionen dieser Metropole wurden uns durch die beleuchteten Straßen und Gebäude erst richtig bewusst.
Unser über Airbnb gebuchtes Apartment befindet sich wieder in einem modernen Hochhauskomplex und bietet uns alles was wir brauchen. Der Skytrain ist direkt an unserer Straße und 24-Stunden Supermärkte befinden an jeder Ecke. Das gefällt uns sowieso an Bangkok: die Stadt schläft nie, irgendwo ist immer was los.


Sonntag 05.04.: Chinatown& Siamsquare

Für unseren letzten Tag in Bangkok haben wir uns vorgenommen nach BangkokChinatown zu fahren. Dort angekommen war es, als wären wir wieder in Peking gelandet. Da rund 800.000 Chinesen in Bangkok leben, trifft man zwar häufiger auf chinesische Restaurants und Läden, allerdings ist Chinatown wie eine Parallelwelt in der Stadt.
Wir schoben uns durch enge, mit etlichen Waren zugestellt Gassen, vorbei an Restaurants und Open – Air Beautysalons, bis hin zum sogenannten „Diebesmarkt“. Dort wurden auf engsten Raum gefälschte MusikCD’s, Filme, Kleidung und Elektronik verkauft. Für uns schon fast zuviel Trubel! Um uns eine kleine Pause zu gönnen, suchten wir eine Mal auf, die sich eher als Bazar rausstellte. Im obersten Stockwerk gab es mehrere Restaurants, in denen mit Coupons bezahlt wird. Also machten wir den Spaß mal mit, kauften für 3€ Coupons und bekamen dafür Essen und Getränke. Verrückt!

Anschließend ging es mit einem Tuk Tuk zum ca 5 Kilometer entfernten Siamsquare, der mit vielen Einkaufsmöglichkeiten lockt. Tatsächlich reihte sich auch hier eine Mal an die andere. Wir schlenderten durch die verschiedenen Geschäfte und machten dann noch einen Abstecher zum ehemals größten Kaufhaus Asiens. Das 1985 eröffnete Gebäude war so groß, dass wir uns dort sogar verlaufen haben. Einfach nur Irre! Abends taten uns die Füße weh und wir freuten uns auf den Infinity – Pool unseres Apartments. Schwimmen über den Dächern Bangkoks, genau das richtige nach einem langen Sightseeing Tag.


Montag 06.04.: Rückreise

Heute herrscht Aufbruchstimmung! Unser Flieger zurück nach Deutschland geht heute Abend um 19.30 Uhr. Ein bisschen traurig, dass der Urlaub vorbei ist sind wir schon, besonders wenn man liest, dass in Deutschland so niedrige Temperaturen vorherrschen. Brrrrr…. Trotzdem freuen wir uns auch auf Zuhause.


Dienstag 07.04.: Ankunft in Deutschland 

Geschafft! Im doppelten Sinne.
Unser Flug ging gestern planmäßig in Bangkok los und nach einem 4-stündigen Flug sind wir zum umsteigen in Peking gelandet. Da wir weniger als eine Stunde Zeit dafür hatten und in China mal wieder durch die ewig langen und unnötigen Kontrollen inklusive „Nacktscanner“ mussten war das ganz schön stressig. 10 Minuten bevor der Flieger abhob waren wir an Bord und konnten wieder etwas entspannen. Bei dem Gedanken jetzt nochmal 11 Stunden zu fliegen hatten wir verständlicherweise nicht die beste Laune. Der Flug ging dann aber doch relativ schnell rum und wir landeten bereits um 5.30 Uhr, also eine Stunde früher als geplant in Frankfurt.
Da wir nicht wussten, ob alles reibungslos läuft, haben wir im Vorfeld keinen Bus oder Zug gebucht, so dass wir uns nach der Landung schnell um eine Verbindung nach Bochum kümmern mussten.

Nach 28 Stunden Heimreise sind wir endlich in Bochum angekommen. Es war ein ganz wunderbarer Urlaub, der für uns unvergessen bleiben wird und den selbst die lange An – und Abreise nicht trüben kann. Wir haben Asien ins Herz geschlossen und kommen ganz sicher wieder!

5 Kommentare

  1. Petra und Jürgen sagt: Antworten

    Eure Reiseberichte sind richtig spannend und lassen Erinnerungen wachwerden.
    In den grossen Einkaufszentren gibt es z.B selfservice-restaurants, die eine riesige Auswahl von Tellergerichten (mit Mustertellern) aus aller Welt anbieten. Schoen war auch eine Fahrt auf den seitenarmen der Kanäle, an deren Ufern Thais in Stelzenhuetten wohnen, Weiterhin gute Reise und viele Grüße aus dem kalten und nebeligen Bochum-auch von Oma und der Familie
    L G Petra u.Juergen

  2. Petra und Jürgen sagt: Antworten

    Gehoert der Pool zu eurer Wohnung? Sieht gut aus und ist sicherlich ein guter „chillout“ Ort.

    1. Das ist ein Gemeinschaftspool von dem ganzen Häuserkomplex hier. Wird allerdings von den anderen Bewohnern kaum genutzt

  3. Petra und Jürgen sagt: Antworten

    Luedenscheid-nord verliert gegen Juve 3:0………jjjjjjoooooooo

  4. Petra und Jürgen sagt: Antworten

    Schön, dass ihr jetzt in eurem Urlaubsland angekommen seid. Jetzt gehts weiter mit der Erkundung von Bangkok. Eine“Megacity“.

    Lasst es euch gutgehen.

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