Peking

→ Reiseziel: Peking in China 

→ Reisezeitraum: 16.03. – 18.03.2015 

→ Reiseart: Individualreise / Backpacking 

→ Hotel: Jingshan Garden Hotel 

→ Fluggesellschaft: Air China 

Die Einreise mit dem Transitvisum // Informationen zum visumsfreien Transitaufenthalt 

Kohlehügel, Platz des Himmlischen Friedens, Nationalmuseum, Verbotene Stadt, Weststadt 

Peking für Eilige – Mein Bericht für Urlaubsguru.de 


Montag 16.03. Die Einreise mit dem Transitvisum:

Nach 10 Stunden Flug über endlose Tundra und Steppe mit der überraschend komfortablen Fluggesellschaft Air China (relativ viel Beinfreiheit und leckeres Essen an Bord) und 7 Stunden Zeitverschiebung sind wir um 13 Uhr (6 Uhr Flug nach Pekingdeutscher Zeit) in der 20 Millionen Einwohner fassenden Hauptstadt Peking gelandet. Nach der Landung mussten wir uns um das Transitvisum kümmern, welches uns ganz schön Zeit und Nerven gekostet hat. Leider sprechen die meisten Chinesen (sogar am Flughafen) wenig bis gar kein Englisch. Nachdem wir dann den ersehnten Stempel bekommen haben, der uns gestattet für die nächsten 72 Stunden in Peking einzureisen, ging es zur nächsten U-Bahn Station (wir haben uns vorgenommen die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und die Wege klassisch mit einer Karte zu finden, deshalb der Verzicht auf (Fahrrad-)Taxis). Alle Informationen rund um den visumsfreien Transitaufenthalt in Peking habe ich für euch in einem Beitrag zusammengefasst. Die Metro brachte uns ohne das erwartete Gedränge und Gestopfe günstig in die Nähe der Verbotenen Stadt, wo sich unser Hotel befindet. Nachdem wir uns ein paar mal aufgrund fehlender Straßenschilder und immer gleich aussehenden Straßenkreuzungen verlaufen haben, kamen wir rund 3 Stunden nach unserer Landung im Hotel an. Das Jingshan Garden Hotel ist eher klein und sehr versteckt, hat aber komfortable Zimmer mit einem modernen Bad und Internet (Seiten wie Facebook, Google und auch mein eigener Blog lassen sich nicht aufrufen und Wikipedia ist der Zensur zum Opfer gefallen. Ein komisches Gefühl).

Ankunft am versteckten Hotel
Unser 4 Sterne Hotel liegt versteckt in einer der zahlreichen Wohngassen, nur ein Schild an der Straße hat uns angezeigt, dass sich hier überhaupt ein Hotel befindet.

Eigentlich waren wir sehr müde von dem langen Flug und erschlagen von den ganzen Eindrücken, wir rafften uns dann aber doch nochmal auf und fuhren mit einem Bus für umgerechnet 0,30 € Richtung Wangfujing Street, einer der größten und berühmtesten Meilen Chinas. Dort angekommen wurden wir von riesengroßen blinkenden Werbetafeln, einer großen Shoppingmeile (H&M, Zara, Gap, Apple etc.) und einem ca. 1km langen Nachtmarkt empfangen, auf dem es alles von Nudeln mit Gemüse, oder Fleisch, bis hin zu Tintenfischen, Skorpionen und Bienen am Stock gibt. Nach ein paar Berührungsängsten (Reizüberflutung) haben wir schließlich doch noch etwas gegessen (keine Krabbeltierchen) und sind dann wieder zurück zu unserem kleinen Hotel gefahren. Der Verkehr in Peking ist übrigens als Europäer wirklich schlecht zu überblicken, so endete schon manche Überquerung eines in Deutschland heiligen Zebrastreifens damit, dass wir in der Mitte einer vollbefahrenen Hauptstraße stehen bleiben mussten, da uns die Autos nicht mehr durchgelassen haben.Eine grüne Ampel heißt leider auch nicht automatisch, dass man freie Bahn hat. Ahh! 


Dienstag 17.03.: Kohlehügel, Platz des Himmlischen Friedens, Nationalmuseum, Verbotene Stadt, Weststadt:

Aufgrund der Zeitumstellung sind wir heute morgen sehr früh wach geworden (6 Uhr Ortszeit) und haben den Tag somit für einen ausgiebigen Spaziergang durch einen Teil Pekings nutzen können. Heute kam tatsächlich mal die Sonne zum Vorschein und wir konnten mit frühlingshaften 17 Grad auch mal die Jacke ausziehen. Unser Hotel ist sehr gut Peking gelegen, so dass wir zu Fuß zum Kohlehügel (Jingshan Park) laufen konnten. Als wir diesen gegen eine Gebühr von ca 0.50€ betreten haben, war es, als hätten wir eine andere Welt betreten: Überall waren Gruppen von Chinesen, die Frühsport betrieben, tanzten, oder sogar sangen. Für uns ein völlig fremder und eher belustigender Anblick. Höhepunkt des Parks ist der „Pavillon des Ewigen Frühlings“, von dem man eine eigentlich gute Aussicht über die Verbotene Stadt hat, wenn der ganze Smog nicht wäre (dieser erlaubte uns leider nur einen Blick auf die Mauern und teilweise auch Türme der Verbotenen Stadt). Trotzdem war schon der Tempel, mit der riesigen Buddhastatue im Inneren ein Blick wert.

Peking Wir entschieden uns dann zur Verbotenen Stadt zu gehen. Leider waren wir genau am Ausgangstor (Tor der göttlichen Stärke) des Palastes und mussten wohl oder übel die Stadt von außen umrunden, um zum Eingang zu gelangen. Sofort kamen mehrere Rikschafahrer auf uns zu, die uns zum gewünschten Ort fahren wollten. Wir zogen es allerdings vor zu laufen (und der Weg zog sich ganz schön). Endlich auf der anderen Seite des Palastes angekommen wollten, wir erst auf den Platz des Himmlischen Friedens (Tian’amen Platz), um von dort aus die Verbotene Stadt zu begehen. Leider hat sich dieses Vorhaben aufgrund ständiger Polizeikontrollen, inklusive Taschenscan sehr verzögert. Als Europäer wurden wir sogar noch relativ lasch kontrolliert, wohingegen die Chinesen, die die Kontrollpunkte passieren wollten geradezu durchsucht wurden und ständig ihren Ausweis zeigen mussten (zufällige Ausweiskontrollen sind uns hier in Peking schon häufiger aufgefallen).

Der Platz des Himmlischen Friedens ist zwar der größte Platz der Welt, allerdings Peking hat er uns nicht umgehauen. So haben wir lieber noch einen Abstecher zum National Museum of China gemacht, da es von unseren Reiseführern sehr gepriesen wird und zudem keinen Eintritt kostet. Das Museum erwies sich als kleiner Glücksgriff, da es riesengroß (angeblich das größte Museum der Welt) und zugleich wenig besucht war. Wir verbrachten insgesamt zwei Stunden auf einer Etage, die sich mit der alt- chinesischen Geschichte befasst und bewunderten alte Gefäße, Terracotta- Soldaten, verschiedene Buddhastatuen und eine Vielzahl von Schmuckstücken. Alle Stücke waren englisch untertitelt und somit auch für uns verständlich.

PekingEigentlich taten uns jetzt schon die Füße weh (wir haben häufiger den Fehler gemacht die Entfernungen in Peking zu unterschätzen), aber wir wollten noch unbedingt die Verbotene Stadt sehen, also gingen wir durch das Tor des Himmlischen Friedens,
auf dem Mao groß prangt, in die Verbotene Stadt. Der Eintritt ist mit unter 7€ angemessen und die Schlangen am Eingang hielten sich zu später Stunde auch in Grenzen. Wenn wir mehr Energie und Zeit gehabt hätten, wäre es eine Option gewesen einen englisch sprechenden Tourguide zu engagieren, um einen tieferen Einblick in die Geschichte und die Gebäude des Palastes zu bekommen. Auch ohne Tourguide hat uns die Verbotene Stadt gut gefallen, viele Tempelanlagen wiesen englische Informationen auf und man konnte den imposanten Palast,
welcher vor fast 3000 Jahren erbaut worden ist, vom ersten Augenblick an genießen. Leider blieb zu wenig Zeit um neben den Gebäuden auch die verschiedenen Ausstellungen anzusehen (der ganze Komplex umfasst 720.000 Quadratmeter).Verbotene Stadt

Um unseren Füßen etwas Erholung zu gönnen, sind wir zurück zum Hotel gelaufen und haben uns auf dem Weg noch einen Kaffee und ein paar Kleinigkeiten zum Essen aus dem „Supermarkt“ besorgt. Die kleinen Läden am Straßenrand gibt es zu Hauf und sie sind auch meistens günstig (nur manchmal hat man das Gefühl als Europäer über den Tisch gezogen zu werden). Nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir uns dann auf den Weg zur sogenannten Weststadt gemacht. Angesteuert haben wir den Quian Hai See, an dessen Ufern sich das Nachtleben abspielt. Tatsächlich reiht sich entlang der Promenade eine Bar an die Andere. Die Bäume am Ufer sind mit Lichtern geschmückt und machen den Bummel auf der Promenade zu einem schönen Erlebnis. Wir entschieden uns für eine der Bars, tranken ein Bier und lauschten, leicht amüsiert, der Live Musik (chinesischer Schlager- nicht ganz unser Fall). Die Preise unterscheiden sich leider nicht von unseren heimischen Preisen, so dass wir auch bald weiterzogen. Fast vor jeder Bar und jedem Restaurant stand – wie auf Mallorca – ein Schlepper, der uns mit teilweise aufdringlichem Verhalten in sein Geschäft locken wollte. Wir ignorierten dies stoisch und spazierten schließlich langsam zum Hotel zurück. Morgen müssen wir unser Hotel relativ früh verlassen, denn um kurz vor 14 Uhr geht unser Flug Richtung Bangkok… und dann kann der Urlaub richtig beginnen. Wir freuen uns schon auf die Sonne, die Wärme und auf unsere Ferienwohnung mit Pool in Bangkok.

Peking Peking hat uns gut gefallen. Nachdem wir den anfänglichen Kulturschock etwas verdaut hatten, konnten wir uns gut und ohne Angst vor Kriminalität etc. bewegen und Teile dieser Mega-Metropole besichtigen. Das man, wie der Reiseführer berichtet ohne Kenntnisse der chinesischen Sprache in China so gut wie taubstumm ist stimmt leider. Ohne eine genaue Karte ist man meist aufgeschmissen.

Tatsächlich wird man als Europäer auch oftmals geradezu angestarrt und manch ein Chinese wollte sogar ein Foto mit uns machen – das haben wir ihnen nicht verwehrt.Peking

Unsere Ausgaben hielten sich ebenfalls in Grenzen, so dass durch den Zwischenstopp in China kein empfindliches Loch in unserer Reisekasse gerissen wurde. Mit am Besten haben uns die vielen kleinen Restaurants und China – Fastfood
Läden gefallen, in denen es leckere Suppen- und Nudelgerichte mit Salaten und Getränken für wenig Geld gibt – die chinesische Antwort auf MC Donalds.

Aber auch die Verbotene Stadt und die vielen Seen Pekings sind einen Ausflug wert. Unser Hotel ist empfehlenswert, da sich das Personal stets bemüht hat uns weiterzuhelfen und das Zimmer sauber und gut ausgestattet war.


Mittwoch 18.03. Thailand wir kommen:

Heute sind wir früh aufgestanden um möglichst ohne Stress zum Flughafen zu gelangen. Da uns das Metrosystem und die Stationen bereits etwas bekannt waren, funktionierte alles ohne Probleme. Innerhalb von einer Stunde waren wir am Flughafen. Dieser ist übrigens sehr modern, sauber und übersichtlich. So haben wir auch den Check-In Schalter schnell gefunden. Einen Schock bekamen wir, als uns gesagt wurde, dass unser Flug überbucht sei und wir einen späteren nehmen sollen (wir hätten als Entschädigung nur 60€ erhalten, dafür wäre ein ganzer Urlaubstag futsch gewesen). Darauf ließen wir uns nicht ein, kämpften für unsere Sitze im Ursprungsflug und bekamen diese letztlich auch. Jetzt warten wir auf das Boarding und trinken noch einen Kaffee auf dem relativ günstigen Flughafenareal.

Peking Flug

Weiterlesen: Bangkok

5 Kommentare

  1. Schön, dass alles bisher ganz gut geklappt hat und ihr euch durchgekämpft habt. Bangkok ist
    auch eine pulsierende Großstadt und an die Schwüle dort muss man sich erst gewöhnen.
    Peking ist für euch also schon ein gutes Training . Wir möchten dort irgendwann auch mal hin.
    Gute Weiterreise wünschen Euch Petra und Juergen.
    Bei uns ist es jetzt 18.30 Uhr. Wir gehen jetzt noch zum Sport.

  2. Beim Lesen bekomme ich richtiges Fernweh!!! Ich hoffe, ihr genießt das Leben als Rucksacktouri. Mich hat es sehr bereichert! !Viel viel Spaß noch und ich freue mich auf weitere spannende Berichte. Kuss und Gruß aus dem frühlingshaften Bochum

    1. Wir denken so oft an euch und eure Tipps! Danke nochmal. Es ist wirklich eine tolle Zeit für uns

  3. Petra und Jürgen sagt: Antworten

    Das hoert sich ja „abenteuerlich“ an. Aber no risk no fun. Gefuehrt reisen kann jeder. So gewinnt man Erfahrungen und dann kann kein Flughafen der Welt mehr schocken. Weiter so und noch viel Spaß in Bejing.

    Mam and dad

    1. Hallo ihr Beiden!
      Ja, da habt ihr wohl recht. Uns gefällt es hier nach den anfänglichen Schwierigkeiten schon ganz gut und heute haben wir einiges vor.
      Grüße nach Deutschland!

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