Krakau Tipps & Highlights

Krakau

Krakau zählt meiner Meinung nach zu den europäischen Städten, die von vielen einfach komplett unterschätzt werden. Dabei sagt irgendwie jeder, der einmal dort gewesen ist, dass die Stadt einfach super ist. Zugegeben: Ich hatte auch kein genaues Bild vor Augen, als wir vor einem Monat die Flüge gebucht haben, um unseren Jahrestag in Krakau zu feiern. Ich wusste, dass Krakau eine sehr junge Stadt mit vielen Studenten ist, dass die Preise sehr gut sind und, dass – wie in Wien – Kutschen durch die hübschen Altstadt fahren.

Während unseres Städtetrips durfte ich letztendlich eine super schöne, unkomplizierte Stadt mit einem großartigen kulturellen Angebot und einem ausschweifenden Nachtleben kennenlernen. Unsere persönlichen Highlights habe ich nun in den Dingen, die man in Krakau einfach mal gemacht haben sollte, zusammengefasst.

 1. Krakau zu Fuß erkunden

Städte, die man problemlos zu Fuß erkunden kann, gefallen mir einfach immer ganz besonders gut. Daher verzichteten wir in Krakau auf Bahn und Bus und spazierten einfach drauf los. Die Entfernungen sind überschaubar und wenn man, wie wir, noch so richtig Glück mit dem Wetter hat, macht es einfach Spaß durch die Straßen und Gassen zu laufen, in Schaufenster zu gucken, kleine und große Kirchen zu besichtigen, die Karten der Restaurants unter die Lupe zu nehmen und auf das ein oder andere unentdeckte Plätzchen, abseits der touristischen Pfade zu stoßen. Bei einem Spaziergang sieht man einfach hundertmal mehr, als wenn man einfach von der einen zur nächsten Sehenswürdigkeit fährt.

Krakau

2. Krakaus Kirchen besuchen

Auch wenn man nicht religiös ist, sollte man unbedingt einen Blick in die Kirchen in Krakau werfen! Krakau KirchenEs lohnt sich! Die prunkvollen Gotteshäuser scheinen sich mit ihren kunstvollen Verzierungen und bunten Malereien jedesmal übertrumpfen zu wollen. Besonders schön ist das Wahrzeichen Krakaus, die Marienkirche auf dem Rynek Glowny, dem großen Platz in Krakaus Altstadt. Eigentlich ist eine kleine Gebühr fällig, wenn ihr die Kirche von Innen besichtigen wollt, doch – wenn ihr es mit eurem Gewissen vereinbaren könnt – könnt ihr auch kostenlos den Eingang für Betende benutzen, um einen Blick in die schöne Kirche zu werfen 😉

Hinweis: Das Schießen von Fotos in den Kirchen ist verboten und die Besichtigung der Kirchen während einer Messe sollte man vermeiden.

3. Das Treiben auf dem Rynek Glowny beobachten

Wenn ihr schon einmal an der Marienkirche seid, solltet ihr euch unbedingt eine Bank suchen und dem Treiben auf dem Marktplatz zusehen. Von den Klängen der Straßenmusiker untermalt, fahren hier die typischen Kutschen im Minutentakt an euch vorbei, Scharen an Tauben warten darauf gefüttert zu werden, Touristengruppen strömen aus den Tuchhallen und zu jeder vollen Stunde ertönt das typische Trompetensignal Hejnal von den Türmen der Marienkirche.

4. Darauf warten, dass der Drache am Wawel Feuer speit

In dem Berg, auf dem der Wawel, die ehemalige Residenz der polnischen Könige, erbaut wurde, soll der Legende nach ein Drachen gelebt haben. Heute erinnert die Drachenhöhle inklusive passender Drachenstatue am Fuße des Berges an diese Legende. Und von Zeit zu Zeit speit die Statue tatsächlich Feuer 😉

Krakau Wawel Drache

5. Zapiekanki essen

Wer jetzt an die traditionell rustikale und verdammt leckere polnische Küche denkt, den muss ich enttäuschen. Zapiekanki ist das polnische Fast Food schlechthin. Für 2€ bekommt man an kleinen Imbissständen ein halbes (!) Baguette, das mit Zutaten nach Wunsch belegt wird. Gekrönt wird das ganze dann noch von einem ordentlichen Schuss Ketchup. Zugegeben: muss man mögen….

6. Die Oskar Schindler Fabrik besuchen

In der Oskar Schindler Fabrik bekommt man einen eindrucksvollen Einblick in die Zeit, als Krakau von den Nazis besetzt war.  Filme, Berichte und Briefe von Zeitzeugen und Fotos schaffen eine bedrückende Atmosphäre und zeigen dem Besucher die Schrecken dieser Terrorherrschaft.

Montags kommt man übrigens umsonst in das Museum. Seid früh genug da, denn die Schlange vor dem Museum kann schon mal länger werden. An allen anderen Tagen kostet der Eintritt 5€, was mehr als angemessen für das ist, was man geboten bekommt.

7. Bier & Wodka im Pijalnia Wodki I Piwa trinken

Eigentlich wollten wir in dieser kleinen Bar nur ein schnelles Bier trinken. Eigentlich… Der Abend endete damit, dass wir aufs Essen gehen verzichteten und stattdessen sämtliche Shots auf der Karte durchtesteten. Für gerade einmal 1€ bekommt man hier verschiedene bunte Shots, die einem den Abend ganz schön versüßen können 🙂

8. In polnischen Restaurants essen

Auf eine Sache habe ich mich schon vor unserer Reise besonders gefreut: das polnische Essen! Deftig, rustikal und super lecker! Überraschenderweise kann man in Krakau auch als Vegetarier mehr als glücklich werden, denn Läden die explizit mit vegetarischen Gerichten werben, gibt es so gut wie an jeder Ecke. Wir fanden aber die polnischen Milchbars, Bar mleczny, am besten. Die schlichten Läden mit Selbstbedienung bieten typisch polnische Gerichte, wie Pierogi, Suppen, Gulasch und Reibekuchen für einen unschlagbaren Preis an. So haben wir an einem Tag für unser Essen inklusive Getränken und Vorsuppe nicht einmal 8€ gezahlt.

Krakau Pierogi

Wir haben am Tag unseres Rückfluges noch einen Ausflug zum von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Salzbergwerk Wieliczka inklusive deutscher Führung unternommen. Ich würde den Ausflug jetzt zwar nicht uneingeschränkt empfehlen, da unsere Führung leider nicht so toll war, trotzdem war es auch beeindruckend diese Mine mal gesehen zu haben. Ganze Kapellen wurden unter Tage errichtet, Kronleuchter, Statuen, Treppen, alles ist hier aus Salz. Die Führung kostet 20€ und ist obligatorisch. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech, aber ich hatte das Gefühl, dass die englische Führung um Längen besser ist. Wieliczka könnt ihr, bei Interesse, mit der gleichen Zuglinie erreichen, die auch zum Airport fährt, die 20-minütige Fahrt kostet nur knapp 2€.

Mein persönliches Krakau Fazit fällt jedenfalls mehr als positiv aus. Begeistert hat mich vor allem, dass man eigentlich in jedes Lokal oder Restaurant gehen kann, ohne später eine böse Überraschung auf der Rechnung zu bekommen. Von der Fahrt vom Flughafen bis in die Stadt über das Finden unseres Airbnb-Apartments bis hin zur Kommunikation mit den Krakauern war alles echt unkompliziert. Wir haben uns vorgenommen nochmal im Sommer nach Krakau zu reisen und freuen uns jetzt umso mehr auf unsere Reise nach Breslau im Juni.

 

Ihr habt bis hierhin gelesen und findet meine Krakau Tipps hilfreich? Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen! 🙂

1 Kommentar

  1. […] unserer Städtereise nach Krakau im März des Jahres waren wir Anfang Juni vier Tage in Breslau, polnisch Wroclaw, unterwegs. Obwohl […]

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